J. Zemp — Die Backsteine von S. Urban.
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Zur I 'erzierung der Backsteine von Fraubrunnen kamen nur elf verschiedeneModel in Anwendung. Davon gehörten sechs dem Kloster S. Urban, was einen direkten
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Zusammenhang mit den dortigen Werk-stätten beweist ’). Die übrigen Modelwurden wohl eigens für die Backsteine vonFraubrunnen hergestellt und kommensonst nirgends vor. Doch verleugnenauch sie zum Teil
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den Einfluss vonS. Urban nicht. DreiVerzierungen gebensich nämlich als
mehr oder weniger treue Nachahmungen von Modeln jenes Klosterszu erkennen. Ein diagonal in quadratischen Rahmen gestellterAdler wiederholt überraschend genau ein Vorbild von S. Urban 3 ).Viel freier und zugleich ungeschickter ist ein kreisförmig um-schlossener Löwe kopiert 3 ), und ein klassisch schönes Rankenwerkmit Palmettensaum lehnt sich mehr in der Gesamtkomposition, als
*) Es sind: No. 13, 16, 25, 33, 69, 86. — Beachtung verdient, dass die sechs von S. Urban entlehnten unddie fünf nur in Fraubrunnen vorkommenden Model gleichzeitig, d. h. öfters auf den nämlichen Steinen verwendet werden.
s ) Fraubrunnen Nr. 88, nach S. Urban Nr. 63. Die Kopie ist kleiner (9 cm Seitenlange gegenüber 12,5des Originales). Man möchte angesichts dieser Reduktion auf die Vermutung kommen, der Adler von Fraubrunnen sei durch direkten Abdruck von dem S. Urbaner Originale gewonnen. Doch widerspricht dem die ungleiche Zahl derkleinen quadratischen Zellen, welche die Umrahmung bilden. Zudem wäre die Verkleinerung für einen direkten Ton-Abdruck zu stark, indem das Abschwinden der eintrocknenden Erde nie mehr als io°/o beträgt.
:i ) F. Nr. 89 nach S. U. Nr. 64. Es sei auch an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die Lichtdruck-tafeln zu dieser Abhandlung die Ornamente im einheitlichen Massstab von 2 : 5 wiedergeben.
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