EINLEITUNG.
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a. Die Quellen.
Die Quellen, welche für die Lebensbeschreibung Hegis in dem vor-liegenden Werke benutzt wurden, sind folgende:
1. Bruchstücke einer Selbstbiographie, Manuskript von Franz Hegi vomJahre 1832*) aus der Bibliothek der Zürcher Kunstgesellschaft. Es sind15 mit Bleistift geschriebene Oktavseiten und daneben in Abschrift 6 mit Tintegeschriebene Quartseiten ohne Titel, aber mit dem Bibelspruch als Überschrift:«Siehe, ich will dich läutern, aber nicht wie Silber; sondern ich will dichauserwählt machen im Ofen des Elendes. Jesaja XLVII1, 10.»
Das Manuskript bringt nur sehr dürftige Nachrichten über Hegis künstle-rische Laufbahn und seine äussern Lebensschicksale, dagegen offenbart sichdarin in ergreifender Weise sein religiöses Leben.
2. Neujahrsblatt der Künstlergesellschaft in Zürich für 1851. Mit Textin drei Abteilungen: 1. «Franz Hegi von Zürich , Zeichner und Kupfer-stecher,» verfasst von Pfrundhausverwalter Joh. Jak. Hess (1801 —1873),langjähriger Konservator der Künstlergesellschaft. 2. «Herr Felzeug-Haupt-inann Franz Hegi, » verfasst von Oberst Dav. Nüscheler (1792—1871) und3. Hegis Charakterbild auf Grund seiner Selbstbiographie, verfasst von J. J.Hess. Als Abbildungen sind beigegeben: Das Portrait des Meisters im 76.Lebensjahre nach der Zeichnung von J. Notz (siehe Seite 7 und 11, sowiedas Titelbild), gestochen von L. Schöninger und die Ansicht vom Chorherren-gebäude nach Hegis Aquarelle (siehe Seite 8 No. 9), gestochen von J. C.Werdmüller.
Verwalter Hess hat Hegis Lebensbild mit grosser Liebe aber ohne jedeSchmeichelei geschrieben; es liegt allen spätem Biographien und Mitteilungenüber den Künstler zugrunde und begleitet auch die Lebensbeschreibung invorliegendem Werke (siehe Seite 1) auf Schritt und Tritt.
3. Allgemeine Deutsche Biographie , Leipzig 1875 ff., Bd. XI, Seite 282:Lebenslauf Franz Hegis, verfasst von Prof. Dr. J. R. Rahn in Zürich (geb.1841).
Diese kurz gefasste Biographie bildet eine ganz vorzügliche Ergänzungzu den beiden andern Quellenschriften, indem sie die Werke des Künstlersim allgemeinen und speziellen vom Standpunkte der Neuzeit aus mit feinem
*) Auf der letzten Seite des Bleistift-Manuskripts steht: .... Ich wohnte im Bleicherweg ...* Hegiwechselte oft den Wohnort in der Stadt; laut Bürgeretats wohnte er 1801 Schoffelgasse, 1810 Schienhut-gasse, 1815 Spiegelgasse, 1821 Hinter St. Peter, 1823 am Rüdenplatz, 1832 im Bleicherweg, 1836 am obernGraben, 1838 St. Annagasse, 1840 Kruggasse, 1845 im Zeltweg und 1848 im äussern Rennweg.