Lithographien. — Ansichten und historische Darstellungen.
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664 .
«Das Petersche Haus zu Wildenspuch
worin die schaudervolle Kreuzigungsgeschichte vorgefallen.» Links steht dasgrosse, zweistöckige Bauernhaus mit zwei bedachten Kellereingängen, vor derTreppe begrüssen sich zwei Polizeidiener. Rechts erblickt man hinter demLattenzaune des Gartens die Giebelseite eines zweiten Hauses und im Hinter-gründe Bäume. Auf dein Rasen des Vordergrundes in der Mitte liegt einKreuz. In diesem Hause der Pfarrei Trüllikon , Kt. Zürich , wurden 1823 voneiner geistesverwirrten Familie zwei Mädchen gekreuzigt*). Ohne Namen.13,s X 18,9.
665 .
Die Werkstätte am Löwendenkmal zu Luzern .
«Ansicht der Werkstaette in dem Felsen, in welchem das Denkmal derSchweizer-Garden vom 10 August 1792 nach Thorwaldsen’s Modell ausge-führt wird.» Hinter dem Gerüste ruht links in der Felsenhöhlung der fastvollendete, in Stein gehauene Riesenlöwe; vorn an der Tatze liegen ver-schiedene Holzstücke und ein Hammer. Auf den Brettern des Gerüstes be-trachten zwei Herren und eine Dame mit grossem Hute das Kunstwerk. Untenlinks: «F. Hegi del.», rechts: «imp. lith. C. Hegi.» 12,sX 15,4.
666 — 676 .
11 Bl. zu Zwingli und seine Zeit.
«Huldreich Zwingli und seine Zeit» von J. J. Hottinger. Zürich , Orell F.1842. — 11X 8.
666. « Huldreich Zwingli » nach Vogel, Titelblatt für den Umschlag derBroschüre. In der Mitte einer gotischen Umrahmung steht der Reformator,die Hand zum Himmel erhoben und nimmt Abschied von seiner sich rechtsan ihn anlehnenden Gattin; links drängen sich die beiden Kinder zu ihm,und im Hintergründe bemerkt man Krieger und Volk. Holzschnitt. Untenlinks: «F. Hegi del.» und im Sockel der Umrahmung: «Geb. 1484.», rechts:«Gest. 1531.» 13,2 X 9,3. (Die Darstellung ist dem Blatte No. 759 entnommen.)
667. «Zwinglis Geburtshaus» nach Isenring, Titelkupfer, ln der ein-fachen Bauernstube zu Lisighaus sitzt links ein alter Bauer am Tische vorseiner Bibel. Unter der Türe treten ein Herr und eine Dame herein. DerPudel bellt an die Katze hinauf, welche auf der Ofenbank einen Buckel macht.Ohne Seitenzahl und Namen. 8 X 11. (Siehe auch No. 146).
668. «Zwinglis erste Disputirübung zu Basel ». Im Hintergründe derLehrstube zu Basel erhebt auf dem Katheder der Magister Georg Binzli dieHand. Auf den Bänken sitzen links vier und rechts zwei Schüler, und inder Mitte steht siegreich der junge Zwingli , nach links gewandt, mit deroffenen Bibel auf dem Arme. Oben rechts: «S: 15.» Ohne Namen.