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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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609
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A-Tracht. Deutschl., Scand., Schweiz . Kleidung d. Männer (1500-1550). 609

ebenfalls enge Oberschenkelhose ganz demühnlich zu zerschlitzen,* u erweitern, und mehrentheils, etwa mit in Folge dessen, bis zu denKflien zu verlängern. Sofern man sie über das lange Beinkleid zog,‘“achte ihre Aufschlitzung eine Unterfutterung nicht durchaus nothwendig.

, Auch beliess man sie wohl anfänglich, sop ig ä;i5 lange man sich hierin noch massiger be-

wegte, ohne die letztere (vgl. Fig. 235).Aber mit der Aufschlitzung wurde dieUnterbauschung zur Mode. Und nachVerlauf von nur wenigen Jahren (etwaseit 1515) zahlte auch schon eine derar-tige, nicht eigens mit Stoff unterlegteHose zu den seltenen Ausnahmen (vergl.Fig. 236 b; Fig. 238 a). — Das langeBeinkleid hatte sich bei allen Ständenforterhalten, und blieb bei ihnen auchferner, ja vielfach auch in seiner herkömm-lichen Beschaffenheit (unzerschlitzt) in Ge-brauch. So namentlich unter den Vor-nehmen. Die Oberschenkelhose hin-

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gegen, da erst kurz zuvor aufgekommenund zuvörderst nur vereinzelt, aucli haupt-sächlich nur von der reicheren putzsüch-tigeren Jugend angewendet, blieb auchnoch zu Anfang des Jahrhunderts aufeinen kleineren Kreis beschränkt. Erstmit ihrer Verlängerung und der Zunahmeder Aufschlitzung glich sich dieses Ver-hältniss aus. Wo sie in solcher Durch-bildung den Oberschenkel gänzlich be-deckte, machte sie den ihr entsprechenden(oberen) Theil des langen Beinkleidess chlit 2Un __ entbehrlich. Dies war durch seine Auf-

^ieser Stell 31 * 1 ^ n ' e ' n Hoch höherem Grad der Gefahr ausgesetzt, an*' D §en ih re ZU zeire issen. Um dem zu begegnen und den Unterbein-*“it einend Ti ospanntheit zu bewahren, schnürte man siedort (unterwärts)gleich al p'^ C ‘““glichst fest, indem man dies nebst seiner SchleifeUtl d den H Putz Gehandelte (Fig. 235; Fig. 236 ff.). Den Kriegsleutenlhre Beth : • t*”^ Werken indessen, wie überhaupt allen denjenigen, welchendieses § c j keine Schonung der Kleider gestattete, konnte auch

^iegenheit Z , tn * tte ^ ai *f die Dauer wenig nutzen. Sie hatten nur zu ofterartige Schäden zu beklagen, und bequemten sich demnachs °ä‘ümkunde. nr. 39

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