616
H. Das Kostüm des 16 . Jahrhunderts.
und, mit Einschluss der Färbung, die verzierende Ausstattung, ln diesemPunkte aber gewann nun das Gewand selbst auch recht eigentlich d* sGepräge eines unterscheidenden Merkmals der Stände. Hinsichtlich ** erFärbung ging man allmälig von den anfänglich noch allgemeiner be 'liebten helleren Tönen zu dunkleren über. Fürsten trugen es (rotiiundviolett) von Sammet oder Atlas, reich durchwirkt oder gestickt, mit 2 obe
Fiy. 240.
um
oder Hermelin, doch auch nicht selten mit Marder gefütterta. b ), und für den feierlichen Gebrauch, mindestens noch ,IB j^ercViertel des Jahrhunderts, bis zu den Füssen herabreichend; der jAdel oder Ritt erstand liebte es vorzugsweise roth, der vornehm®^^reiche Städter schwarz oder braun, mit dunklem Pelz oder » ^
Marder besetzt (Fig. 240 a. b), und der Gelehrte, unter Bcibeba ^
, Länge, einfach, schwarz, mit dunklem Pelz, ohne breiten Ueh e ^ ^(Fig. 2 41). In solcher Durchbildung und Bedeutung erhielt sic ^Kleid, allerdings nicht ohne Abschwächung der letzteren, bis ver -Mitte des Jahrhunderts. Von da an wich es anderen Formen un re ublieb hauptsächlich nur noch dem Gelehrtenstande und dem hin a ^Alter. Handwerkern, falls sie nicht angesessene Meister ware ”^ a fterdie Schaube nicht zu, oder wurde ihnen doch als ein für sie unstaPrunk missgönnt; und die Jugend, auch soweit ihr das Recht zsich ihrer zu bedienen, zog es doch im Ganzen ihrem Wesen nac