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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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639
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■^•Tracht. Deutschi., Scand., Schweiz . Kleidung d. Männer ( 1550 — 1600 ). 639

und ^ 616 ^d° sters ehule aufstellte, selbst den Lehrern „kurze, zerhacktezerh V !) rbranite Kleider und Plunderhosen“, und den Schülern „kurzeund C . e .^ iintc *) lange zerschnittene Hosen, zerstochene SchuheHüte mit Federbüschen“ zu verbieten. An anderen Ortenden Kl 1 " 11 S ’ cb ent lhch gar in das Unvermeidliche und nahm auch in£est e, derordnungen mindestens einige Rücksicht. So unter anderemSe - e e zu einem Paar Hosen der Rath von Braunschweig um 1579Sehöff iir ® ern 2W ®K Ellen Seide, der von Magdeburg um 1583 „denn Un 11 ’ denen von den Geschlechtern, den Vornehmsten aus den In-Elj f j Unt ^ den Wohlhabenden von der Gemeinde“ bis zu achtzehnz w -]f arte ck, und der von Rostock um 1585, doch einzig den Adligen,sichern ' 8 V * erze ^ n Ellen. — Damit jedoch nichts unversucht bleibe, umh aiJD . .. »gotteslästerlichen Aergerniss“ ein Ende zu machen, liess man,Uuj « Wohl von geistlicher Seite, mehrfach Wunder geschehen.«‘fckpT.Ä.” to . 0k . ermark ein Schaf zwei Lämmer nebst einemmj t n . eiacb 1° Gestalt einer Pluderhose geworfen haben, und ein Kindlf at) 2 e ]J Cai £ en Pluderhosen geboren worden sein, was denn von denw ar d 1 'r l ^ era ' 3 zur Warnung und Ermahnung mit allem Eifer gedeutetdiesen S -° tZ a ^ cn d ( ‘ m erhielten sich die „unzüchtigen Teufelshosen“ inschon an den nahezu ebenso lange, als unter der deutschen Landsknecht -alt (S. 638).

dai lern j Ct . etwa nur die Geistlichkeit stellte sich solcher Tracht

gab es ein( llich gegenüber, auch unter dem Bürgerthum und dem Adelarteter C ^ er ^^barer Gesinnten genug, welche derselben in so ent-dings v 01111 lllcb t folgten. Dem fortschreitenden Zeitgeschmack aller-na clm- a K lmocbten auch sie sich nicht zu entziehen, aber indem sic ihmüieh^jj D ’ geschah es, ohne gerade im widerspruchsvollen Sinne, mitWenden aa ^ S Un< ^ ^' eb So entstand neben der bis zu den Füssen rei-Weit eni , ^^l’ohen Pluderhose, eine demähnlich gestaltete, doch bei^eschag ü-u 2 ? 16 U11< d ^‘oder umfangreiche (Oberschenkel-) Hose, die ihrer"'isaertna , 11 611 nacb 111111 zwischen jener und der älteren Schlitzhose ge-^45 a j,j Sen d' e Mitte hielt (Fig. 246 a; vergl. Fig. 244 a — c ; Fig.herbei r ,-', man cherlei Ausschweifungen liess man es vereinzelt auche <He eug' C *” ^ e ^d en > indessen war dem bei dieser Gestaltung immerhin‘ ^scntlißj ^ 6 ^ renze gesteckt. Diese Ausschweifungen beschränkten sichd^rte Ye r ^ eille durch zwiefache Bauschung (um die Hüften) gefor-ei Oe a]] Z(I tQe ^ riln ^ des Stoffs und, gleichwie bei der langen Hose, aufd'O'ch g au genfäl]ig e Ausstattung des „Latzes“ oder der Schamkapsel>n b^ nWe ! k .^- 246 a). Die oft wiederholten Rügen des-^bersch^ m >lhin beide Arten von Hosen zugleich. Von sonstigend'e llo Se J anglicbkeit en hielt man sich ferner. Gemeiniglich trug mann ' cb t länger als bis zur Mitte der Oberschenkel, nur höchst