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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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nach wie vor aus den verschiedensten Stoffen herzustellen, zu schlitz® fund zu unterpuffen, und später nicht selten ausserdem „mit Saranff 0Seiden zu steppen, mit Silber zu stiften und zu beschlagen“. W arvordem gegen die breiten Sohlen zu Felde gezogen, so geschah es nIminder gegen die neue Form. Wiederum war es Johann St«»«*; ^

sie besonders scharf abkanzelte: „Die Schuhe sind nit mehr i®Muster und auff dem alten Lesten, sondern müssen Spanisch, Dakc ,s ’zerhackt, zerschnitten sein, auf dass das Wasser bald wieder 11kommen kann. Wie wohl zu Sommerszeiten die ausgeschnittenezerschnittene Schuhe nützlich sein, so tügen doch die Hörner darannichts, ohn zur Hoffahrt.“ — Gleichwie diese Zuspitzung eigentlic^eine allerdings sehr ermässigte Wiederholung der „Scbnabelschuhe ^(S. 237), so brachte man auch gleichzeitig wiederum ähnliche Unterscauf, wie man sich solcher einst zu jenen Schuhen bediente (S. 2z )•erhielten jetzt die Gestalt von „Pantoffeln“ (ohne Hinterleder)meist hohem, jederseits nach innen eingeschweiftem hölzernem ^gestell, und eine den Schuhen völlig entsprechende VerzierungSchlitze u. s. w. Namentlich über das Geräusch, welches Stutzer ^oft absichtlich damit verursachten, wurde mehrfach Klage geführt: „muss man nicht allein im Winter (welches etlichermassen eindigung hätte), sondern auch mitten im Sommer auf Pantoftelnschlürfen; und junge Kerl schleifen dieselben an den Füssen ...j ir jgeuwd klopfen damit wie die alte sechzigjahrige oder siebenzigJ aWeiber.“ i-kd°5

Selbst die Handschuhe blieben von dem richterlichen Scbarfb 1 ^

J. Btrauss nicht unbeobachtet, nicht ungetadelt: „Was soll roa ” on)n iervon den ungeheuer grossen Hentzsken, die etliche auch im « nn tetragen, so weit, dass einer ein ziemlich Paar gerade Aermel daraus ^ ^ e ,machen lassen.“ — Diese inzwischen aufgekommenenstanden in freilich zumeist sehr umfangreichen Fäustlingen in '* : ..^lichoft bis zum Ellenbogen reichenden Stulpen von derbem Zeug, B 6 *. #et-Tuch, oder von feinem Leder, also sehr verschieden von den ^ eB

handschuhen, welche ihre Form und Ausstattnngsweise >® j e sbewahrten, ausgenommen dass sie zunehmend seltner, ja r( j e n

Jahrhunderts überhaupt kaum noch geschlitzt und durchzogen

(S. 619). auch] es

In Betreff des Haars behauptete sich im Ganzen der Genach spanisch-französischer Weise zu kürzen (S. 619). Nur ^ aS g in? el» ethum mochte sich dem auch fernerhin nicht durchaus

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strichen das Haar vom „über sich“ in die Höhe und machten e j (]Kolben, daraus man siebet, wie ein rauher Igel“ oder „al» ^ ^ n ^ e reSau zornig ist, dass ihr die Borsten über sieh stehen“; noc