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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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haupteten sie sieh nicht allein, vielmehr gewannen selbst an Bedeutung

So namentlich in den von den Fremden zumeist beeinflussten Orten,

insbesondere in Mailand, Rom und Neapel , wo nächst den sch#

ähnlichen Gewändern, vor allem die Schultermäntel begannen einezu spielen. >

Aus der Anzahl von Kopfbedeckungen schieden allmälig^mancherlei Kopfbunde mit langem Behang ( Fig . 126 a. b), die rbodigen Hüte mit seltsam aufgerollten Krempen (Fig. 124 c; Fi ff- ’

die übermässig hohen Mützen (Fig. 132 e) und die noch anderweit^sonderlichen Gestaltungen von breitausladenden Rundpolstern, au -'2delten Kapuzen u. dgl. m. (Fig. 132 b. c; Fig. 133 a). Am scbviprs^trennte man sich von den Rundpolstern. Auch behielt man sie,^ 1in sehr verminderter Ausdehnung und zum Theil auch in veran _ {eIUDurchbildung zu einem breiten diademartigen Reifen (vonvergoldetem Kupferblech, Leder u. s. w.), unter dem Namen » *

noch längere Zeit bei (Fig. 251 a); näehstdem verblieben, ohne au ‘ ^

Veränderung, die einfachen mässig hohen Kappen (Fig. 128 c; Fig-die randlosen und schmal umrandeten, faltigen Barett-MützenFig. 126 c; Fig. 127 b) und die niedrigen knappkrempigen Hüte (Fig- ^Eigentlich Neues kam vorläuiig nicht hinzu; erst im späteren V crla ^ tdreissiger Jahre tauchten daneben flache tellerförmige Mützen mit ^knappem aufwärtsgehogenem Rande, zumeist unzersehlitzt, mid , £oder weitere, zuweilen mit Schnurwerk netzartig überflochtne Ha® ^ erauf. Hinsichtlich der Ausstattung überhaupt, sei es durch Besät*® ^

durch goldene und andere Zierrathen, wich mau von der S e " 0Weise kaum ab. ^ e [n-

In Behandlung des Haars näherte man sieb vorzugsweisefachen deutschen Schnitt, der sogenannten „Kolbe“ (S. 619)- A 0( 3 eres immer üblicher das Haar entweder ringsum tliunliclist zu k 11 ^-j a . &)■doch vermittelst der Kopfbedeckung durchaus zu verdecken (Fig- ^ z uEinzelne jugendliche Stutzer indessen fuhren noch unbeirrt fortden Schultern herab frei wallend zu tragen, und es gelegenemdem zu locken oder bauschig zu kräuseln (vergl. Fig. 127 b. c: eJ1 <ler

Fig. 134 a; Fig. 136). Der Bart gelangte, bei fortdauernd vor ' s '^puUoBartlosigkeit, als Voll- und als Lippenbart mehr und mehr * ur{vergl. S. 309). — gjch

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Eine Vereinfachung der weiblichen Kleidung äusserte -auem in dem Aufgehen der durchgängig weiten und langschlepP«®^meist \ölig geschlossenen und ungegürtet belassenen Oberge ftabi^* /*i ^' e en £ er gefalteten vorn oder ringsum gleich 111 ^

„„„ T , B ° den reic,lend cn geschlossenen, nur oberhalb, gänzlich°n der Taille abwärts offnen Röcke mit und ohne anlieg elld