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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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672
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pcrhose“ (Fig. 225) fand mindestens jetzt noch keinen Beifall. -

der Fussbekleidung verlor sich aJlmälig jedwede Schlitzung; ®

dessen ward es üblich die Schuhe oberhalb des Spanns (am Rande)

einer Schleife oder Rosette, gleichsam wie mit einem Ueberbleibsel j ir

früheren Spannbindebänder, und mit stärkeren Ledersohlen nebst niedri 0Hacken zu versehen. _

Die weite und lange, bis auf den Boden reichende Bekle 1 ®setzte sich nebenher in ihrer Eigenschaft als Ueberkleidung ziemhc ‘gemein fort. In Venedig vor allem wurde sie nun bei den vor»densten Ständen geradezu stehend üblich, ohne einige Veränderung®^^erfahren. Auch ferner bildete das untere Gewand eine bis zUin ^ eregehende (geschlossene) „Tunika“, die man gürtete, und das o(„zimarra“) einen vorn gänzlich offnen „Talar “ mit schmalem al1stehendem Kragen und weiten Ermeln (Fig. 120 a. b); nur die ^verengten sieh jetzt durchgängiger um das Handgelenk zu sogen* ^„Sackermein“ (vergl. Fig. 57 b). Durch Anwendung beiderübereinander zeichneten sich in der Lombardei vor allem die ^gelehrten und Aerzte, in Venedig , ausser diesen, hauptsäch 1Adligen aus. Die vornehmen Venetianer beliebten sie unausgesetzt,^^auch ihre sonstige Kleidung, von schwarzer Farbe; gewöhnlich vonDie übrigen Stände, Kaufleute und Bürger, bedienten sich nach W ^ £I)I1fast einzig des oberen Kleides. Man trug es, ohne Unterschied;^^nicht völlig offen, lediglich am Halse verbunden, im Winter nio„ ^mit Pelzwerk ausgescblagcn und dann gemeiniglich gegürtet; dazu t ^

falls nach altem Brauch, doch so eben auch nach Rang un _

wechselnd) über der rechten ruW i"''--

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miauen, doch so eben auch nach L«.-& --wechselnd) über der rechten oder linken Schulter, vorn und &)■

lierabhängend, das unterschiedlich breite Band, die „stola“ (Fig- .

Der ausserdem beständig vielfach benutzte lange, vorn offene 1 ^

mantel wurde jetzt mehrentheils, statt mit einer Kapuze, uiit ^breiten herabfallenden Schulterkragen, auch wiederum häufiger vor-

weiteren Ermeln versehen. Diese Kragen erreichten nicht selten,zugsweise an den Mänteln der der Witterung besonders ausgesetztenwie der Kaufleute'u. a., eine Ausdehnung bis zu den Knien, ' e jjer-sogar darüber hinaus. Auch die der „Schaube“ entsprechenden ^ziehkleider erhielten fortan, bei noch mehrerer Kürzung, zU ^ ö );breitere kragenartige Umscliläge und ganze, gerade Ermel (Fig-beide Arten von Gewändern aber wie bisher, für den Winter, e,ne jjjjclifütteruug mit Pelz.' Die Schultermäntel eigneten sich haup ^die Vornehmeren, insonderheit die vornehme und stutzerhafte y s ; ä cli eI1in ihrer Form und Anwendung wesentlich dem (spanisch-) f ran jj,eilVorgänge folgend, ausgenommen dass letztere diese Mäntelauch länger und weiter beliebte, und sie in solcher Gestalt gern,