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II. Das Kostüm des 16. Jahrhunderts.
schmückte sie längs den Nähten und Rändern mit Stickerei oder Zierbesätzen; die Strümpfe trug man fast ausschliesslich weiss, wo mög*von feinem durchscheinendem Gewebe, wie solches vornämlich inFlor eDausgezeichnet verfertigt ward (vergl. S. 590).
Das Aufgeben von Kopfbedeckungen zu Gunsten einer freie reDAnordnung des Haars (S. 668) vollzog sich an einigen Orten rascher, aI1anderen langsamer, während an noch anderen Orten von den gewohnt 611Bedeckungen einzelne fortdauerten und auch selbst von den aushcimisceinige, wenngleich wohl nur zerstreut, Aufnahme fanden. Ersteres warhauptsächlich in Süditalien und im Sardinischen der Fall, wowie besonders in Turin fortfuhr, sich gegen die Sonne durchschüsselförmige Hüte von Strohgellecht zu schützen; ähnliche Stroh*blieben auch in Siena und Florenz , wo man sie von grösster Fe»)beschaffte, sehr beliebt. 1 Sonst aber waren es gerade, nächst N ea F )die Gressstädte in Toscana, wie Pisa und eben auch Siena und *renz, und die der Lombardei, wie vor allem Mailand , in >TClcman sich neben Beibehalt einiger herkömmlicher Bedeckungen, ^ ^
rundbodigen Krempenhiite und der zierlicheren Hauben, die (spa» iä ^französischen Hüte und höheren faltigeren Barettmützen („tozzo “), uzwar ganz in Uebereinstimmung mit den Männern, aneignete und 'ausgenommen nur, dass man sie zuweilen, so vorwiegend in Si® 11 ® 1auch auf den gelegentlich über den Kopf geworfnen Umhang oder Sc *setzte. Jedoch auch an diesen Orten gelangte nach dem Vorgang* 3übrigen Gebiete, vorzüglich Venedigs , der freie Kopfputz (°h ne ^ r _deckung) in Verbindung mit Einzelzierrathen und Schleier zu weitwiegender Geltung.
Neben den mancherlei Anordnungen des Flaars, welche, vor ^ D( jnoch unter Vorherrschaft der Flechte, auftauchten, verschwanden» ^wieder auftauchten (S. 669), wurde es (nach Vecellio ) gleich »ufflallgemeiner üblich, lange Locken zu tragen, und blieb es während zw^zig Jahren.“ Aber auch schon im Verlauf dieser Zeit wich mannach eigner Laune und Geschmack vielfach ab, indem man, nllI1 ®j.zugleich unter Mitverwendung auch dieser Form, zu noch unterslicheren Gestaltungsweisen überging, so mannigfaltig, dass sie ^später, als man sich darin im Einzelnen noch willkürlicher betkaum mehr überboten wurden. s Sie selber bewegten sich in alle» ^liehen Uebergangsformen von einem nur einfachen Lockengekräuse ^um die Stirn (Fig, 259), und einer nur glatten oder wellig geba» s
1 B. de Brantöme. Dames galantes I. S. 117; S. 203.
3 Vergl. die Abbildungen in dem oben (S. 526) näher bezeiebnetenTon Giovanni Guerra.