804
II. Das Kostüm des 16. Jahrhunderts.
ihm schon früher eingehaltene schmucklose Bekleidung beschränkte. e ®nach sollte ein solcher Ornat lediglich bestehen (Fig. 315 a) ans einbis zu den Füssen reichenden, engen schwarzen „cassock “ oderkleide (4), einem langen weissen „rochette“ mit weiten Ermeln als ekleid (3), einer bis zu den Füssen gehenden vorn offnen scharlachro„chimere“ (Izimarra) nur mit Armlöchern als dem eigentlichengewande (2), aus einer um den Nacken nach vorn zu legenden, Jan °schwarzen „stola“ (1), und einer den Hinterkopf umschliessenden dunoder rothfarbnen „Kappe“ (Fig. 315 a). Die sonst bestimmendenliehen Würdeabzeichen, wie vor allem die Mitra und der Hirtcn 3 ^^wurden wohl ausser Gebrauch gesetzt, indessen wie es scheint vonzelnen wenigstens in der Eigenschaft von Attributen, im Wapp en ganderer Verbildlichung, ohne Beschränkung fortgeführt. — Aber wieAlles bei dem frühen Tod des Königs (1553) und dem fanatischen * ^mit welchem die darauf folgende streng katholische Maria die voWiederherstellung der alten Kirche ja bis ins Einzelne betrieb, eindiges, nur zu blutiges Ende fand, und hiernach erst, seit der -Ibesteigung der im evangelischen Glauben erwachsenen geistvoll freisinn gElisabeth (1558), nun durch sie selber, auch das Schicksal der „eng»' 3Kirche“ vorwiegend zu Gunsten des lutherischen Lehrbegriffs daue ^entschieden ward, so auch gewann sie erst fortan in Formen undbrauchen, wie auch in Betreff der rein priesterlichen Ausstawirkliche Ordnung und festen Bestand. Mit weiser Umgehung der zwj ^der lutherischen und calvinistischen Lehre obwaltenden Streitpunkte,die hierarchische Verfassung der Kirche im Grunde zu beeintrücwurde die Reformation begonnen und nach Einwilligung der Geisthc(um 1562) durch Parlamentsbeschluss im Jahre 1571 bestätigt-die Priesterweihe und mancherlei katholische Gebräuche, als aucerzbischöfliche und bischöfliche Würde in herkömmlichem AoJ »ihrer Heiligkeit behielt man bei; nächstdem aber auch hinsichtheamtlichen Ausstattung dieser Würdenträger die dafür vongeführte Bekleidung, nur mit dem Unterschiede, dass das rothe . for dgewand („chimere “), welches dem Oberkleide der Doctoren zu '
glich, durch eine schwarze „chimere“ ersetzt ward. Im Uebrig enblieb, zugleich auch für die ferneren Rangstufen, neben dem scb wa ^talarartigen Untergewande („cassock “), der weisse Chorrock sainintChormantel u. a. in unterschiedlich reicher Behandlung in Gebraue . t315 c). Und sollte nun die ausseramtliche Tracht der Gch^ 11 ’ ^überhaupt einzig aus einem dem schwarzen Unterkleide ähnlichen» ^offnen, zum Verknöpfen eingerichteten Rock mit kleinem Umschlag' ^ ^ c .einem einfachen schwarzen Mantel und schwarzer Mütze odci n0 . er ristehen. Es entsprach dieselbe somit wesentlich der von den An a °