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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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f ra cht. Die Klostergeistlichkeit im Allgem.; die Jesuiten ( 1500 — 1600 ). 805

neuen Lehre in Deutschland , wie auch in den skandinavischen Län~rn , den Niederlanden, Frankreich u. s. w. allgemeiner beobachtetene, nfachen Tracht. Vorzugsweise in Frankreich hatten die, welche sich^ en die alte Kirche als Reformatoren erhoben, schon früh, bereits unterranz I. ein einfach schwarzes talarartiges Gewand und ein mir kleines. warzes, kragenartiges Mäntelchen angenommen, welches letztere sie^dessen später, etwa seit dem Ende der fünfziger Jahre, gegen ein langesT 0ni offnes Gewand mit langen, aufgebauschten Ermeln vertauschten.

Ur die schweizerischen Reformatoren pflegten sich, bei sonst aller-aff 3 äusserster Einfachheit, auch kaum in solcher Weise zu bezeichnen,

* ,e denn namentlich sie und alle Geistlichen der Schweiz auch keineno®tand nahmen Waffen zu tragen und, wenn es galt, sie mit Kraft zu.rauchen (S. 775). — Freilich blieb es im weiteren Verlauf der Dingeaus , dass die evangelische Geistlichkeit, wie ja in so manchen tiefer-sehenden Bezügen, so auch in diesem rein äusserlichen Punkte vielfach0 hohler Verweltlichung hin abschwankte; um so mehr als für sie eine^stimmte ausseramtliche Tracht keineswegs weder kirchliche noch irgendjj Gliche Vorschrift war. Und so denn konnte wohl gewiss nicht mit® rec ht unter Anderem der schwedische Professor Johann Laelius in^ 0e ni z u Stockholm um 1591 herausgegebenen „ Jungfern-Spiegel “ ernsteführen „über der Priester hohe Hüte nnd Aufwand in Kleidung,oderlieh über ihrer Frauen und Töchter bunte Tücher, weitbauschige

u. dergl. m. -

ode 8c hhesslich in allen den Ländern, wo die Reformation sich festigteVoll atlC ^ nur vor h errs chend ausbreitete, die überdies schon seit langerin entartete Klostergeistlichkeit aufgehoben, ihre Einkünfte aber^ e ^ Zo ff en und nun zu weltlichen oder kirchlichen Zwecken nützlich ver-®t Wurden, zogen sich deren allerdings zumeist sehr gelichteten Ge-en i wenigstens mehrfach, auf die in den katholischen Staaten fort-iu ® e oden Klöster zurück. In Frankreich einerseits, namentlich aberw P an ien, Italien und zum Theil im südlichen Deutschlandk^th i- ^ a< ^ Urc h ihre Zahl nicht unbeträchtlich. Und indem jetzt dieSfeif 0 * S< ^ ie Geistlichkeit selbst dazu schritt, das Klosterwesen einer durch-tio en ^ en Verbesserung zu unterwerfen, es nebenbei durch „Congrega-Qü“ 6 ” re gulirter Geistlicher“ u. s. w. zu ersetzen, ward seinendes 6rn Zu gleich die besondere Aufgabe mit allen Kräften, zu GunstenD; e ^Oiischen Stuhls, gegen die neue „ketzerische“ Lehre zu wirken.

°oainikaner und Kapuziner vor allem, wussten sich in dieserso a k eifrigste Vorkämpfer glänzend zu behaupten; mindestens

Vo n ^* s ihnen hierin die „Jesuiten “ den Rang abliefen. Letztere

öej -[j Crri ritterlichen Don Inigo (Ignatius) von Loyola zur Bekehrungoglaubigen und zu einer Fahrt nach Jerusalem im Jahre 1534