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Die Schmalseiten und der Rand des Deckels zeigen einfache Pflanzenmotive,Gitter- und Bandwerk in gravirten und nielloartig mit rotem und grünemWachs ausgefüllten Umrissen !). An der Unterseite vier Löcher für dieZapfen der verschwundenen Füsse.
Das Thongefäss ist 5,5 cm. hoch, am F'uss 7,6, am Rande 9,2 cm. breitund innen mit hellgelber Glasur versehen * 2 ). — Der Reliquienbeutel aus
ursprünglich rotem Leinenstoff,zeigt ein gewirktes Rautenmustermit geometrischen Füllseln, welchletztere stellenweise mit blauerSeide überstickt sind. Er bestehtaus einem kreisrunden Boden vonca. 6 cm. Durchmesser und da-rauf genähter 3 cm. hoher Wan-dung, Troddeln an doppelter,gedrehter Schnur und Restengrünen Tuchfutters.
In der Sakristei 7 ^ ei hübsche,je 25 cm. hohe Rococokelche.
Der eine zeigt getriebenen Roc-cailles-, Muschel- und Blatt-schmuck, der andere ist unver-ziert, aber reich profilirt undträgt am Fusse gravirt, von denInitialen C B und der Jahrzahl1748 begleitet, ein unbekanntes Wappen, das im Schild und als Kleinod einaus einer Krone herauswachsendes Einhorn zeigt. Beide Kelche sollen zuAnfang des XIX. Jahrhunderts an die Kapelle von auswärts geschenkt wor-den sein.
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Nicht minder sagenberühmt, als die angebliche Mutterkirche des Unter-waldnerlandes zu S. Jakob ist die Winkelried- oder Drachenkapelle auf demAllweg. Sie soll das Andenken an jenen Drachenkampf Strutan Winkelriedserhalten, welcher zuerst in der Chronik des Luzerners Etterlin (1507) auftauchtund von Tschudi auf das Jahr 1250 fixirt ward 3 ). Bereits 1640 wird ein
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') Heute ist mit Sicherheit nur mehr rotes Wachs zu konstatiren; nach der eben erwähnten Auf-nahme von Stückelberg hatte der Randfries des Deckels grüne Wachsfüllung, die heute ausgefallen ist.
2 ) Vgl. Stückelberg, Mitt. der Antiquarischen Gesellschhft, LV, S. 89. Solche Gefässe pflegtendurch einen Wachsdeckel, in welchen der konsekrirende Prälat sein Siegel abdrückte, verschlossen zuwerden.
3 ) Über den historischen Heinrich von Winkelried , genannt «Schrutan», vgl. oben S. 132, Anm. 3.