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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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so Ersten Theils / ersten Capitels /

Der heilige Dominicus/ Martinus/undHilarion haben ihnen in Mitten ihrer Fein-den/ und Tods-Gefahren nichts gefürch-tet / sonder seynd gany freudig gewesen.

Der H.Laurcntius Iustinianus/sprichtden Umstehenden zu im Todbeth : Ge-het fort mit eueren Thränen / es ist jezt dieZeit der Freuden/ nicht des Weinens:Schämet euch/ den Tod zu fürchten/ in-deme Christus für uns am Creutz hat wol-len sterben: Diesen Tag habe ich allezeitvor Augen gehabt/ du weist es/ OmeinJESU!

Ein alter Einsidler lachte im Todbeth/und als er um dessen Ursach gefragt wur-de ; antwortete er: Das erstemal hab ichgelachet/ weilen ihr alle den Tod fürchtet:Las anderemalhab ich gelachet/weilen ihrnicht gerüstet seynd: Das drittemal habich gelachet weilen ich von der Arbeit zuder Ruhe gehe.

Thomas Morus verehrte dem Henckerein Ducaten / und sagte: Du wirst mirheut geben / was mir bishero kein Menschhat geben können.

Reginaldus Polus Cardinal/ als Kö-nig Heinrich der achte ihme den Tod tro-