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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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6o Ersten Theils/änderten Capitels/

lungen der Königin Iczabe! gantz umrin-get war/ verlangte er zu sterben/ damit/er zu dem End seines betrangken Lebensgelangen möchte.

Job und Hieremias verfluchtm gar denLag ihrer Geburt/ dieweil sie vermeinten/es wäre besser nicht leben/ als mit so vie-len Armseeltgkeitcn überhaupt werden.

Wiederum Job -- sagt: wer wirdmich meiner Bitt gewähren / daß mir<NE>kt gebe / was ich erwarte/ und daßder/ so angefangen / mich gar aufreibe?

Als der Heil. Cyprianus das Utbeildes Tods vernohmen/ spräche er; GOttsey Danck/ der mich von den Banden die-ses Leibs aufzulösen würdiget.

Der Heil. Ambrosius : Die Starckcnsollen den Tod nicht fürchten/ die Klugensollen ihn wünschen/ und die Armsecligensollen nach demselbigen trachten.

Der Hei! Chrysostomus: Allen Arbei-tenden ist der Ausgang süß: Ein Wan-dersmann fraget gern/wo ein Einkehr seye?Ein Taglöhner rechnet die Zeit seinesDiensts/ wann er ein End nehme: EinBauersmann wartet alleweil aufdie Ernd:Ein schwangere Frau denckt stats an den

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