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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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Ersten Theils / änderten Capitels /

Vierdter Absatz.

Der Tod hebt alles Sündigen auf.

Sund ist ein Uebel/ über allesUebel / ein Greuel / über alle Greu-el/ abscheulicher als der Teuffel/ und dieHollen selbst: Sie ist ein unendliche Enr-unehrung / Verletzung / und Beschimpf-fung der höchsten Majestät GOttes: Siestillt uns GOtt/ sein vätterliche Treu /Huld/ Liebe/ Gnad und die ewige Sec-ltgkeit: Sie ermordet die See!/und bringtselbige in gröste Schand und Schaden/jain die immerwehrende ewige Pcyn.

O was für ein erschreckliches Abend-theur ist die Sund! Seelig / und unaus-sprechlich seelig ist der jmtge/ welchem alleGelegenheit/ diesem Unthier in die Pra-tzen zu kommen/ genommen wird.

Der Tod/der einzige Tod ist der er-wünschte Erlöser von diesem abscheulichenGreuel: Er allein ist der Hercules / der die-se Hydram/ diesen Bracken erlegen kann.

O meine liebe Christliche Seel! Solang

du