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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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69
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Sechseck Absatz. 69

Büß zu thun/ die verletzte Ehr GOtteswieder zu erstatten/ der ewigen Straff zuentrinnen/ und also den graden Wceg demHimmel zufahren.

So mache dann ein Christ aus der Nothein Tugend/ nehme er den Tod von derHand GOttes mit Freuden an / als einrechtmäßige Straffseiner Missethaten/ undleide alle Ungemach desselben mit Gedult /so würckct er die beste Büß / und bleibet si-cher von allen Straffen der zukünff-tigen Welt.

Sechster Absatz.

Der Tod macht einen rechten Die-ner GOttes.

<S hat die unendliche Weisheit GOt-tcs vor Anfang der Zeiten seine all-gütige Augen auf uns Menschen geworssen/und auß lauterer Gnad aus dem grossenNichts hervor gezogen/ und erschaffen:Es hat auch hernach Christus so viel ausE z son-