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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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78 Ersten Theils/ änderten Capitels/

und wann der Tod herzu nahet / solle eralsobald sein Leben dem allmächtigen GOttwillig / und freudenmüthig zu einem lieb-lichen Opfer darbieten.

Das Leben ist das edliste/ vornehmste/und liebste Gut deß Menschen/ an wel-chem sein gantzes Weesen / und was erhat/ hanget: Dieses alles ist der M'nschGOtt schuldig; darum solle er alle Stundund Augenblick solches gern wieder auf-opfern dem jenigen/ von deme er es em-pfangen hat.

Abraham hatte einen Sohn/ dessen Le-ben dieser heilige Vattcr über alle Schätz/und Güter dieser Welt achtete/ und liebte;dieses wolte GOtt zu einem Opfer haben;befähle derohalben diesem heiligen Mann/daß er ihme seinen Sohn schlachten solle:Abraham wolte gehorsammen/ und wur-de dessentwegen über alle Menschen vonGOtt geseegnet/ und gepriesen.

Eben also soll em Christ seinen liebenIsaac/ das ist sein einiges Leben GOttaufopferen/ so bald der Tod ihme dessenBefehl ankündet.

Gleichermasscn haben so viel tausend hei-lige Märtyrer ihr Leben ihrem Schöpfer

über-