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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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82 Ersten Theils / änderten Capitels /

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Neundter Absatz.

Der Tod' eröffnet die Porten desHimmels.

eigenthümliche Erbtheil einesChristen/ so ihme Christus unserHeyland mit seinem bitteren Leyden undSterben/ und mit dem grossen Werth sei-nes kostbarlichen Bluts erkaufft hat/ istder Himmel: Dieses ist das jcnige Reich/welches allen Ausserwählten zubereitet istvon Anfang der Welt: zu diesem kannman nicht gelangen/ als durch den Tod.Der Tod allein ist der erwünschte Port-ner/ welcher die Thür zu demselbigen auf-spehrct / und den Eingang eröffnet. OHimmel du seeliges ReichO Himmel/du liebreiche Wohnung! O Himmel/ duwahres Vatterland allen treuen KinderenGOttes! wie schön/ wie lieblich / wie an-genehm / wie erfreulich bist du!

Die zierliche und überaus herrliche Be-schaffenheit dieses Orts beschreibet uns der