Buch 
Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
Seite
81
JPEG-Download
 

Nermdcer Ab/atz. 8i

heilige Johannes nur ein wenig o-bcnhin / da er sagt: die himmlische GradeJerusalem/ und dero Gassen seynd vonpurem Gold/die Mauren derselben seyndaus laucer Edelgestern/ und die Portenaus lauter köstlichen Perlcin/ ihr Tem-pel ist der allmächtige GOtt/ und dieGradr bedarst' keiner Gönnen/noch deßMonds/ daß sie ihr scheinen; dann dieHerrlichkeit GOrees erleuchtetste/ undihr Licht ist das Lamm: Nichts Unrei-nes wird da hinein gehen / und GGcewird abwischen alle Thränen von ihren(derInnwohncren) Augen / und der Todwird nimmer seyn/noch Leyd/ noch Ge-schrey/noch Schmerlen wird mehr seyn.

Bisher hat der Heil. Johannes gesagt/so viel er hat können sagen/ dann wie es anihme selbstcn alles im Himmel ist/ wäreunmöglich zu sagen : Der Himmel ist derPallaft des allmächtigen GOtteö: Wasköstliches/ansehnliches/prächtiges in allenHöfen der Potentaten dieser Welt zu sehen/ist lauter Kinderspihl/ und Tockenwerck ge-gen diesem göttlichen Pallast: Der Himel istdas Paradeyß/ und Lustgarten der gött-lichen Ergötzlichst / welchen der weiseste/

L Wicland Lust / rc. F und