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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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Fünfter Absatz. i6r

meine Geböte hat/und dieselbige halcec/der ists/ der mich Ueber : Und als einJüngling gefragt was muß ich

ebnen/ daß ich das ewige Leben besitze?Antwortet Christus: wann du znm Le-ben eingehen wilst/ so halte die Gcbocc-Wer derohalben die Gebott GOttes hal-tet/ seinem Stand gemäß lebt/ der hatdie Liebe; wer die Liebe hat/ ist gerecht /und wird sterben durch den Tod der Ge-rechten.

Es soll auch ein Christ die HH. Sa-kramenten oft/ recht / und andächtig brau-chen; dann diese scynd der beste / und ge-wisseste Werckzeug unsers Heyls: Werdas heilige Sacrament der Büß rechtbraucht/ der ist versichert/ daß ihme seineSünden verziehen/ und er in dem Stand derGnaden GOttes seye: Wer das Heil.Sacrament deß Altars oft/ und würdigempfanget/ der ist versicheret der ewigenSeeligkeit/ laut der Worten Christi/Wer mein Fleisch istet/ und meinNlue erinckee/ der hak das ewige Leben/und ich will ihn wiederum auferwectenam jüngsten Tag. Darum/ so oft du diest heilige Geheimnussen empfangest/so bcWieland Lust/ rc. L steif-

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