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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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179
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Siebender Absatz 179

und höchflesGut verschimpfft/und entun-ehret hab : weilen ich dich mein so treuenVatter/ und Gutthäter/Erlöser und L>ee-ligmacher / mein allerliebsten Schatz so un-verschämt erzürnet/ verlassen und beleydi-get hab. Ach! es ist mir Lcyd / und schmer-zet mich / und wünsche von Grund mei-nes Hertzens / daß ich viel ehender Tau-sendmal gestorben wäre/ als daß ich eineinziges mal gesündiget. Ach daß ich für-Derhtn ehender sterbe/als daß ich mein höch-stes Gut mehr schwärlich beleydige; ichübergibe mich nun gantz und gar in deinenheiligen Willen/ nimme gantz bereitwilligan alle Straffen / ja den Tod selbsten / wie/wo/ und wann du wilst/ damit ich dar-. durch etwelcher Massen dein verletzte Ge-rechtigkeit versöhne. Ich bette auch demü-^ thiglich an alle deine Verhängnussen / undVcrdammnussen/ welche bißher über michergangen seynd/ und fürderhin ergehenwerden/ und begehre deßwegen in alle E-wigkeit dich zu loben/ und zu preisen/ undspreche : Gerecht bist du td HErr /und gerecht ist dein Urtheil! //F

So siehe daü an O darmhertziger GOttlund gütlgistcr Vatter! mich armen Sün-M 2 der