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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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Achter Absatz.

Bellarminus sagt: Es ist kein Catholi-schcr Lehrer/ der sage / daß die Lcukh alle-zeit zweifle müssen wegen ihrer Versöhnungmit GOtt;dann die Kirch hebet zwar nichtalle Forcht auf/ doch hebet sie alle Angst-müthigkett/ Kummer/ und Zweifelmuthauf. Item der in Empfahung eines Heil.Sakraments ihme keines Betrugs bewußtist / der ist vergcwissct/daß ihme die Sün-den nachgelassen scynd/ allein mit einermenschlichen/ und sittlichen Gewißheit.

Der Heil. Basilius fraget: Wie kann dieSee! vergewisset werden/ daß GOtt ihr dieSund nachgelassen? Antwortet: Wannsie es in ihrem Gemüth mit dem jenigen hal-tet / der da sagt: Ich habe die

Sund gehastet/ und verfluchet; deinGejatz aber habe ich geliebet.

Der Heil. Thomas vonAquin setzet vierStück/ woraus einer erkennen könne/ daßer gerechtfertiget seye. i. Wann er dasWort GOttes andächtig anhöret; dannwer aus GOtt ist/ Hörer das WortGOttes. 7-E. 2 . Wann er willig/und

hurtig ist zu dem Guten. z. Wann er einguten Vorsatz hat / sich von Sünden zu ent-halten. 4. Wann er die begangene Sün-