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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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Dritter Absatz. 217

Uebung der jetzt gemeldten trost-reichen Lehren.

§8 Allmächtiger gütiger/ und barm-MG hcrtziger GOtt! siehe ich dein un-würdige Creatur übergiebe mich gantz/undgar in dein göttlichen Willen/ und opferemich dir auf mit Leib / und See! / zu einemlebendigen Brand-Opfer/ gleichwie sichdein allerliebster Sohn an dem Heil. Creutzin seinen höchsten Schmertzen dir aufgeop-fert / und übergeben hat: Ich bin vonGrund meines Hertzens bereis zu deinergrösten Glory/ und Ehr/ und zumvoll-kommnisten Wohlgefallen deiner ewigenMajestät aus lauter Liebe gedultig zu ley-den/ und auszustehen alle Verhangnussen/Kranckheiten und Schmertzen / ja auch denTod feststen / wie / wo / und wann mir. solche von deiner göttlichen Gerechtigkeitauferlegt werden: Ich bekenne auch hic-mit vor dir/ und allen deinen Heiligen/daß wann es mir schon frey stuhnde nochhundert Jahr zu leben in allen Wollüste- und Ehren / so wolte ich doch um. deinerLiebe Willen lieber eben jetzt den Eod ley-dcn/als wieder deinen Willen noch ein einzi-O s ge