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Goldener Himmels-Schlüssel, oder sehr kräftiges, nützliches und trostreiches Gebeth-Buch : zu Erlösung der lieben Seelen des Fegfeuers darinn zufoderst in dreyen Geschichten die Grausamkeit des Fegfeuers, sammt einer leichten Weise, die armen Seelen ohnfehlbar zu erlösen, erkläret wird ... / durch P. Martin von Cochem, Capuc. Ord.
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6v4 Der vierzehnde Theil ,

Glauben lehren» und sich befleißen, damit es keinWort verändere.

Die Erziehung belangend» muß die Mutter dasKind in ftähter Furcht halten» und es mehr mitWorten» als mit Streichen von dem Bösen abhal-ten. Wenn es etwas Unrechts thut, soll sie esbescheiden strafen ; thut es aber etwas Rechts, sosolle sie das Kind allezeit loben» und auch beschen-ken. Des Lodens sollte sie sich mehr» als des Schel-tens gebrauchen : Dann die Kinder werden mehrdurch Liebe» als durch Zorn zu dem Guten gezo-gen » und von dem Bösen abgehalten. Wenn dieWort mcht helfen, muß sie zur Straf schreiten undnach der Ruthe greifen. Vor allen Strafen aber»wie ich vermeyne» können die Kinder am besten mitHunger gezähmt und gedemüthiget werden. Da-rum » wenn das Kind etwas Unrechtes begangen,kann die Mutter» wenn das Kind Brod begehret»sagen : Dieweil du mir dieß und dieß begangen» sollstdu mir eine halbe Stund fasten. Jmgleichen, wannandere K inder zu Tisch gehen» solle die Mutter dasungehorsame Kind auf den Boden setzen» und ihmseine Sperß auf die Schoos geben. Dann solcheVerschmähung achtet das Kind mehr, als die Streich.

Es solle sich die Mutter hüten, daß sie das Kindnicht in dem gahlinqen Zorn jchlage» oder strafe ;dann dadurch wird sie wenig Gutes auswirken:dieweil sie mehr suchet ihren Grimmen auszugiessin,als das Kind zu bessern. Vor allem aber jolle siesich vor dem Verwünschen enthalten : denn das bö-se Wünschen ist wie ein Gift» und schadet denKindern viemal an Leib und Seele! davon wirviele denkwürdige Exempel haben. Wenn dasKind etwas wohl gethan : kann die Mutter ihm ei-nen Pfenning, oder Kreuzer geben» sagend : Daß