Von der Heil. Jungftawen Scholastik.
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ren Mari- und Joseph seye ge-horfamb aewesen/also habe auchEcholaftica Ihre Jugend indem Hauß Ihrer Eiteren in dmWercken der Demuth und Ge-horsame zugebracht/und einfal-tig gethan was der Herr Vatterund die Fraw Mutter Ihren an-befohlen/welches demüthige Ge-horsamen Sie dem sreywilligenstrengen Fasten/Betten/ Allmu-sen geben/und anderen Bußwer-cken weit vorgezogen.
OLMLscenr! Wann alle wohl-geahrtete Kinder nach dem Wil-len ihrer Eiteren leben / wie vil-tnehr soll dann einReligioß gantzeinfältig leben nach dem Willenseiner Oberen/welches zu thuenEr sich mit einem Gelubd ver-bunden/ und zu disem Zihl undEnd einzig und allein ist in dasKloster kommen. So erforschedich / ob du also einfältig deinenOberen unterthanig seyest? obdu dich dem heiligen Gehorsambund Ihrem Bestich nicht zu Zei-ten entziehest / darwider kurrest/oder wenigist darab ein Mißfal-len tragest/ja ob du nicht suchestüber andere zu herrschen? Lassedirs hertzlich leyd seyn / wanndu noch so unvollkommen lebst/daß du deinen Oberen nicht ein-
fältig und Kindlich magst gehor-samen. Bitte die HeiligelrllicLm daß Sie dir von GOttGnad erlange/ einfältig zu ge-horsamen/ und ins künfftig ge-fräst und ruhig zu leben.
(a) ?5.6i.v.lQ (k) i.Lorknr. y.v. sc) krov.lf. v.rx. (ä)Le.«lst.A. v.r.
Drr andere Punct.
NEtrachte/daß nachdem Gott'^der HErr öeneä>Aum nußder Einöde beruffen/und Jhnneauf dem Berg zu einem
Meister deß Mönchischen undGeistlichen Lebens gesetzt / habeEr auch ScbolLiiicam, das biß-hero in der Einöde deß Väter-lichen Hauß verschioßne ein-same Taublin lassen fliegen/undselbiges nahe bey dem BergLarün, an dem Orthklumbario»la genandt / zu einer Schuel-Frawen und Vorsteherin der inGOttgeweychten Jungfrawengemacht.
Erstlich gedcncke / daß nach-deme Scholastica als eilt lehr-saMe Schuhlerin von dem Heil.Geist gnugsamb in dem Väter-lichen Hauß unterwrsen wor-den/ hab Er Sie alsobald durchIhren Geistlichen Bruder Vene-
Bb äiÄum