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Seelen-Wayd für die Schäflein Christi, welche Hunger und Durst haben nach der Gerechtigkeit : auf welche geführt wird Damascena, oder jede den Weeg der Vollkommenheit new-antrettende Ordens-Person, in Betrachtung der vornembsten Heiligen Gottes Tugend und Leben / durch P. Michael Lang, Capitularen zu Einsidlen, dess Heiligen Benedicti Ordens. Erster Theil.
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552
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Betrachtung

Heyden/und Völcker die Gnckd Got-tes. Alles / sagt Cr sechsten/ (c)hab Ich von Jerusalem an/ringsherumb/biß an Illincum mit demEvangelio Christi erfüllt. Zehlealle Stadt und Lander/alle L)er-ther/alleVölcker/die nicht alleinunter der Römer Bothmaßig-kett sind/sonder auch unter dengröbsten und wildesten Men-schen/ sagt der Heil. Lbr/ivsto-mu, , so wirst du ehender fertigwerden / uno können sagen/woPaulus nicht gewesen / als woEr gewesen seye.

Über dlses/behertzige Erstlich/meinO-miLleens! daßkeinMenschso wild und boßhafft seye/daß Crdurch die Gnao Gattes nichtkönne verbessert werden. Es istkommen Ananias / sagt Ambro-sius/hat Saulum gemusst/undhat gemacht auß einem Sau!einen Paul. Er hat gemusst ei-nen rasenden Wolss/ und hatdarauß gemacht ein sanfftmüthi-ges Lamblein; und der zuvor ge-wesen ein Verfolger der KirchenGattes/ist in selbiger wordenein Prediger / und Lehrer derVölcker. Bitte durch den Heil.Paulum deinen liebsten JEsumauch umb Gnad unoBarmher-tzigkeit / daß du dein böse und

wilde Arth/dein böse Natur/undangebohrneUnMgenden könnesterkennen / und selbe verbesseren;werde nicht kleinmüthig / alswann alles verhaufet/und keineBesserung mehr verhanden/oderzu hoffen wäre.

Zum Andern behertzige / wrePaulus alle dise Arbeit/und Be-kehrung so viler Völcker/ nichtJhme/sonder der Gnad Gotteshabe zugeschriben: Durch dreGnad Gottes bin Ich/was Ich bin/

und seine Gnad ist in mir nicht ver>geblich gewesen/ sonder Ich h§bmehr gearbeitet/ dann Sce ulle.Nicht aber Ich/ sonder die G«ndGottes mit mir. (<l) Spahreauch kein Mühe und Arbeit indeinem Beruf/ mein Damasten- ,und glaube/daß die Gnad Gat-tes dich werde starcken/und onhelffen arbeiten/ wann du Enach deinen Krassten auch wtmmit arbeiten / ohne welche o"nichts kanst / und vermagst/

ihr aber alles. Ich vermagin dem / der mich starckct.

Und wann auch alles geschehe^und es dich vil Mühe undArbchgekostet / halte nicht darfür/d^du etwas habest gethan/lvas vGutes geschehen. ..ßGedencke also Drittens /^^