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Die Religion am Ende des achtzehnten Jahrhunderts / von Paulin Erdt
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tarch, die Werke des Plato, Aristoteles,Cicero, nachschlagen. Die Ruchlosen lie-ßen sich niemaln einfallen, daß sie besser alsihre Gottheiten seyn müßten. Und diesenGrundsätzen gemäß ließen sie nicht alleinihren Lüsten, und Begierden den Zügelschießen, sondern die abscheulichsten, undverfluchtesten Laster wurden bey ihnen zuallgemeinen Gewohnheiten, da sie in ihrerReligion nichts fanden, das sie etwa da-von hätte abhalten sollen.

Selbst Sokrates, Plato, Cicero, Plu-tarch, waren, wenn man ihren Wandel be-trachtet , Vielgötterei Zerio gab vor,daß alle Laster gleich seyn; er glaubte mitCleanth und Chrysippus, die erschrecklich-ste Knabenschänderey sey etwas Gleichgil-tiqes. Epikur erlaubte den Beyschlaf mitMüttern und Töchtern. Aristipp, ob erschon reich war, wollte seine eigenen Kin-der nicht erhalten. Cicero sagt in seinemBuche von der Freundschaft: Die Tugendsetze sich die Ehre vor, als ihren Endzweck,und habe keine andere Belohnung.

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1 tnd diese waren vielleicht die Beyspiele,^ die sich die Gottlosen im siedenzehntenJahrhunderte zur Nachahmung vorgestel-let haben. Indessen dürfen wir eher bei

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