Buch 
Verzeichniss der Handschriften der Stiftsbibliothek von St.Gallen / herausgegeben auf Veranstaltung und mit Unterstützung des Kath. Administrationsrathes des Kantons St. Gallen
Entstehung
Seite
5
JPEG-Download
 

CODEX 1315.

5

Das vierte Makkabäerbuch wird als eine Schrift des Josephusangeführt von Eusebius (Hist. eccl. III. 10), Gregor Naz. (Oratio 22)und Hieronymus. Griechisch in den Opp. Josephi (Ed. Imm. Bek-ker 1856 Tomo VI), in Libri apocr. Yet. Test. ed. H. E. Apel. Lips.1837 und ed. F. Fritzsche Lips. 1871; lateinisch zuerst hinter:Egesippus ed. J. Faber Stapid. Paris 1510 F.; dann nach derRecension des Erasmus Colon. 1524 F. u. ö. Vgl. J. FreudenthalDie Fl. Josephus beigelegte Schrift etc. Breslau 1869. 8° (dazuGotting. Gel. Anz. 1869 p. 513) und C. L. W. Gr imm in F. Fritz-sches Exeget. Handb. d. Apocryphen. 4. Lief. 1857.

«

13. Pgm. 4° maj. s. XII; 232 Seiten doppelspaltig.

Proverbia. Ecclesiastes. Canticum Cant. Sapientia. JesusSirach. Job. Tobias. Judith. Esther (mit 6 Prologen desHieronymus zu Prov., Sirach, Job, Tobias, Judith, Esther).

14. Pgm. 2° (32 u. 20Vs C.) s. IX; 338 Seiten, von Einer Hand bis S. 331.

1) S. 1 331: Liber Job. Tobias. Judith. Esther. Esra.Nehemia (mit 5 Prologen des Hieronymus).

2) S. 331: 'Ego Notkerus indignus etc. (11 Zeilen, vermuthlicheigenhändig von Notker Balbulus (f 912); abgedr. in Zürch. Antiq.Mitth. XII, p. 225). Folgen 13 Zeilen aus Augustin De civit, dei XVIIIc. 36, auf welche Stelle Notker in seiner Anmerkung Bezug nimmt,weil sie ihn bewog, ein dort erwähntes Räthsel ebenfalls aufzunehmen.

3) S. 332 338: ' Enigmata trium puerorum de tribus vel TTTTpraestantibus Rex Darius fecit etc. (Die Lösung der Räthsel erwirktden Juden von Seiten des Königs die Erlaubniss zum Tempelbau.Dieses Mährchen, das Notker einer Reichenauer Hs. entnahm, stehtin Kap. 3 des sogen, dritten Buchs Esra, das aus der LXX. indie Vulgata' übergegangen ist, bei Luther dagegen mangelt. Unter Esra liber II ist überall das Buch Nehemia zu verstehn, auch in denSt. Gail. Hss.; vom vierten Buch Esra gibt es keine Abschrift inSt. Gallen.)

15. Pgm. 2° s. IX.; 286 Seiten mit grosser Initiale in annähernd irischemGeschmack zu Anfang. Der Codex ist sehr entstellt durch Beischriften desXIV. Jh. und das hinterste Blatt zerschnitten.

1) S. 1263: Psalmen mit kurzen Einleitungen und Schluss-gebeten (über solche Gebete vgl. J. M. Tommasi Psalterium cum can-ticis Rom. 1677. 4°).