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codex 22—23.
3) S. 7—13: ‘Inquisitio sci Hieronimi qualis psalmus fueritprimus cantatus Psalterium inquirendum est’ etc. (Nicht von Hierony-mus. Auch in Cod. 27 p. 7).
4) S. 15: ‘Beatus vir qui’ etc. (B ist eine grosse Initiale). Aufjeden Psalm folgt eine Oratio.
Dieses sogen. ‘Psalterium aureum’ enthält 17 Gemälde inhalber und ganzer Blattgrösse zur Geschichte Davids, mit Bibel-stellen aus den Psalmen und Büchern der Könige am Fuss (Seite 2,14, 39, 59, 63, 64, 66, 75, 122, 132, 136, 139, 140, 141, 147, 150,160); ferner eine verzierte Titelseite (p. 4 mit grossem D) und25 grosse Initialen (S. 4, 15 (B), 40, 49, 60, 76, 91, 99 (P), 119,123, 125, 133, 147, 151, 160, 168, 171 (Q), 192, 221, 230, 233,272, 302, 312, 328) nebst vielen kleinern. Jeder Vers beginntmit einem Anfangsbuchstaben in Gold auf grünem oder Purpur-grund. Die Gemälde lehnen sich mehr an antike als an irischeVorbilder an, zeigen aber doch manche Willkür in Lineamentenund Färbung. Von dem Psalter des Folkart No. 23 weicht derCharakter der Bilder wie der Initialen augenscheinlich ah und dieBenennung nach ihm auf S. 1 ist ohne jegliche alte Gewährschaft.Doch gehört die Handschrift in seine Zeit unter Grimalt oderunter Abt Hartmut, von dem es heisst (Casus Ratperti X in Cod.614 p. 124), er Hess Bücher ‘mit Gold, Silber und Edelsteinengeschmückt’ schreiben. Der Einhand von Cod. 22 (einfacher Rotli-lederband) ist nicht der ursprüngliche, sondern vermuthlich ausdem XV. Jh., wo die carmoisinrothe Farbe am beliebtesten war.(Ueber den Kunstwerth der Hs. siehe Rahn Gesch. p. 133—138mit zwei Umrissen p. 135 und 137; letzterer nach dem trefflichenBild von Davids Auszug.) Die Initialen nennt Rahn etwas phan-tastischer als die streng irischen und altgermanischen des Folkart.Eine Nachbildung sämmtlicher Gemälde der Hs. in Farbendruckmit Text von R. Rahn, hsgg. vom hist. Verein in S. Gallen, wirddemnächst erscheinen.
23 . Pgm. 2° (38'/ 2 u. 29 C.) s. IX; 368 Seiten oder 171 Blätter alter (miniirter)Bezeichnung zu 21 Zeilen von Einer Hand auf starkem grauem Pergament.
1) S. 7 —14: ‘Incipit laetania Kyrie eleyson’ etc. (das Kyrie ingriech. Schrift p. 7 u. 14), in goldener Kapital auf Purpur zwischen Säulen-stellungen; die Schäfte und Kapitale sind mit Arabesken verziert; dieBogen mit Brustbildern und Gruppen untergeordneten Werths vonDavid, Christus, den eilf Aposteln u. A. ausgefüllt; dabei p. 9 ein