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CODEX 723 — 725.
Von diesem Auszug aus der Lex Romana Visigothorum oder demsogen. Breviarium Alarici existiren nur 3 Hss.; die St. Galler No. 722,die Pfeferser auf d. St. Gail. Stiftsarchiv und der Codex von Udine(gedr. bei Canciani Barbar, leg. IV, 463). No. 722 ist in einem roma-nischen Lande geschrieben, vermuthlich in Graubünden; vgl. SavignyGesch. 2 Ed. I, 427. II, 63. VII, 29 und 40; Hänel Lex Rom. Visigoth.Lips. 1847 — 49. 4° p. XXXI; Blume Iter Ital. I, p. 200; BethmannLombard. Städtefreiheit p. 28.
3) S. 248 — 256 (gleiche Hand wie vorher): Remedii capitula,ohne Ueber- und Unterschrift und ohne Namen. Von Remedius,wegen der Stellen p. 250 Z. 2 oben: ‘Ut nullus de romanis hominibusqui ad dominum Remedium ep. m. pertinent’ und p. 249 Z. 6 oben:‘domno Remedio innotiscere festinet.’ Es ist ohne Zweifel der Bischofvon Chur 800 — 820, der diese Statuten, welche nur hier Vorkommen,für die homines Romani in seiner Diöcese erliess. Zuerst von Ilänelaufgefunden und hsg. in Richter’s Krit. Jahrb. Bd. 3 p. 583—86; inder Lex Rom. Visig. p. 455; und am genauesten in Monum. Germ.Leges T. V p. 180—184 (nach einer Collation von Gonzenbach); auchvon F. v. Wyss im Archiv f. Schweiz. Gesch. VII, 212 — 216, mit Einl.und Anmm. und daraus in Molir’s Cod. diplom. Rät. I, p. 278 — 282und in Planta Altes Rhätien (1872) p. 449. Vgl. Conrad v. Moor Gesch.v. Currätien (Chur 1870) I, p. 161 —166.
Die erste, hlos ausgewaschene und (besonders auf den 6 nichtzum zweitenmal beschriebenen Blättern Bl. 1 und 2, S. 17 —18,S. 257 — 58 und 263 — 68) noch ziemlich lesbare Schrift desCodex enthielt in römischer Minuskel Hilarius Auslegungder Psalmen.
723. Papier 2 0 s. XV; 1150 Seiten.
Lectura super I. II. IH. codicis Justiniani.
724. Papier 2° s. XV; 1007 Seiten, von gleicher Hand wie 723.
Lectura super infortiatum.
725. Papier 2° s. XV; 362 Seiten, zweispaltig. No. 115 des Tschudy'sehenNachlasses.
Schwabenspiegel (mit dem Einhandtitel: Jura Caesarea. GenaueBeschreibung des Codex in der Ausg. von F. v. Lassberg (junior)Tübingen 1840 p. XXXIV; vgl. die Ausg. v. Wackernagel Zürich1840 p. VIH. Die histor. Einleitung der Hs. p. 3 —17 ist eine