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Verzeichniss der Handschriften der Stiftsbibliothek von St.Gallen / herausgegeben auf Veranstaltung und mit Unterstützung des Kath. Administrationsrathes des Kantons St. Gallen
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CODEX 013.

alter). 8. 125:Junius Julius hora III ctc. (Horologium). S. 127:Longitudo Adae fuit etc. S. 129:Christus funis triplex etc.S. 131:Ah hora nona usque ad solis occasum etc. (Tageseintheilung). S. 132:Aleph doctrina etc. (Erklärung der hebräischen Buch-stabennamen). S. 139:Cherogillus animal etc. (Erklärung vonThiernamen aus Leviticus XI, mit deutschen Glossen, wierarcdum-lae (Rohrdommel),grcshuppac (Heuschreck),adexan (Eidechsen)und der Angabe, welche Thiere auchin Britannia oderapud nos(bei uns Irländern) Vorkommen). S. 145:Jesus in ebreico sotcretc. S. 146: Zeiteintheilung (4 Zeilen). S. 147:Quando vena ad-aperienda sit etc. S. 148 ist zur Hälfte unbeschrieben.

Die einzelnen Stücke dieser kleinen theologischen Encyklopädiefolgen sich zum Tlieil ohne Absatz oder grössere Anfangsbuch-staben. Der Auszug p. 105 aus Isidor (f 636) beweist, dass dasBüchlein nicht dem h. Gallus gehört haben kann, der ein Zeit-genoss Isidors und vielleicht schon vor diesem gestorben war.Der S. 118 erwähnte Paschastreit, der bis a° 718 währte, wirdzwar als noch fortdauernd bezeichnet, dies kann jedoch aus einerandern altern Hs. kopirt sein. Den Abschnitt über die Thier-namen im Leviticus siehe hei Hattemer im I. Bde.

3) S. 149180:Quod tempore adnuntiavit Gabrihel archangelussetae Mariae adventum Christi? etc. Eine Frage aus der Profan-geschichte ist S. 158:Quis aedificavit Romam? Ebendaselbst:Quisprimus papa in Rome ? scs Petrus (siehe Greith altir. K. S. 430).

Diese Abtheilung beginnt mit einem grossen schwarzen Anfangs-buchstaben (Q) in wunderlicher Gestalt, dem einzigen im ganzenCodex, ausser dem auf der ersten Seite. Es ist ein Frageblich leinnach Art der Joca monachorum in Cod. 908; vgl. Müllcnhoff undScherer Denkm. p. 342.

4) S. 181 206 (Vocabularius S. Galli):Surculus zui Folialaup etc. Die Seiten 202 205 sind tlieilvveise erloschen, die 206teoder letzte Seite so gut wie ganz unlesbar.

Die Wörter sind je in zwei Paaren neben einander gesetzt,mithin vierspaltig geschrieben, wobei die Columnen durch keines-wegs gerade Linien abgetheilt sind. S. 201 204 hat wegen derschmälern Blättchen nur zwei Spalten. Das Vocabular ist ein nachMaterien geordnetes, nicht alphabetisches Sachwörterbuch, latei-nisch-deutsch, also zum Gebrauch bei der Gründung klöster-licher Niederlassungen der Irländer unter Deutschen. Abdrückebei Lachmann Specimen ling. franc. (1825) p. 1; Greith Spicilegium