CODEX 914.
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(1838) p. 34; Hattcmer Denkm. I p. 5— 14; dazu Berichtigungenvon E. Sievers in Haupfs Zeitschr. 1870. XV p. 119.
Der ganze Codicillus besteht aus 13 Lagen zu 8 Blättern, dieerste mit einem Blättchen mehr, das als Decke vorgekeftet ist;die letzte hat nur 5 Blätter. Das dicke starre Pergament ist Aus-schuss , t wie* gewöhnlich bei solchen kleinen Büchern zum Privat-gebrauch, mit Löchern und fehlenden Ecken, an einigen Stellenfiiessend, so dass sie unbeschrieben bleiben mussten, gebräuntdurch Schmutz oder Alter. Die Schrift, eine deutliche irischeCursiv mit einzelnen Uncialen (R, S), hat ein besonderes klein e,das in der Form der Ziffer 6 vor m und n höher über die Zeileragt als alle Consonanten, und ein kleines d in der Form von cl.Sehr unvollkommen ist die Worttrennung z. B. cu märte statt cumarte u. dgl. Facsimile’s bei Keller in Zürch. Änt. Mitth. VII Tab. XINo. 11 und Hattemer 1 Taf. II unten aus S. 139 der Handschrift.
1H-L Pgm. 4° (24 u. 17 C.) s. VIII/IX; 285 (vielmehr 272) Seiten mit alterBlattzahl ohne Signatur. Vier Codices in Einem Band, sehr entstellt durchneuere Beischriften und Kritzeleien.
1) S. 1 —172 (Regula St. Benedicti): ‘Obsculta — korrigirtam Rande: ausculta — o fili’ etc. Letzte Worte: ‘ commemorabis doctri’— der Rest des letzten 73sten Kapitels fehlt.
Diese Abtheilung ist auf starkes Pergament in grosser unver-bundener Schrift mit breiter Feder zu 18 Zeilen auf der Seitegeschrieben; llauptrubriken in schwarzen Hohlbuchstaben, dieübrigen roth; Anfangsbuchstaben schwarz oder rotli (IX. Jahrli.Anfang).
2) S. 173 —180 (dünneres Pergament mit kleinerer Schrift zu23 Zeilen s. IX ine.): ‘Epistula ad regem Karolum de monasterio sciBenedicti directa et a Paulo dictata. Propagatori ac defensori . . .Theodemar exiguus’ etc. S. 179 ein Distichon: ‘Vale salus patriaelumenque decusque tuorum Maxime regnautum noster et altus amor.’S. 180 ist ausradirt.
Ueber Hss. und Ausgaben dieser Epistola Cassineusis s.Betbmaun in Pertz Archiv X p. 298. Neuer Abdruck in Jafte’sBiblioth. IV p. 358 — 365. Vom Inhalt — Tagesordnung und Ver-pflegung in Mte Cassino — und den Zweifeln gegen die Aechtheitlies Briefs, wegen des vierpfündigen Brots u. A. spricht MabillonActa saec. IV praef. §. 95 sq. und Annales II p. 281 — 284, wo dieSt. Galler Uebersckrift als Zeuguiss der Authentie abgedruekt ist.