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Verzeichniss der Handschriften der Stiftsbibliothek von St.Gallen / herausgegeben auf Veranstaltung und mit Unterstützung des Kath. Administrationsrathes des Kantons St. Gallen
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CODEX 1394.

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VIII. Fünf Blätter oder Bruchstücke von solchen, schlecht con-servirt, von einer Iland des X Jh.: Aus den Komödien des Terenz(Eunuchus, Andria und Hecyra). Andere Blätter desselben Codex inEinsiedeln Cod. 3G1 und in Engelberg. Der Nameabbatis RudolphiEremitani steht auf einem der St. Gail. Blätter am Rand; diese stam-men also gleichfalls aus Einsiedeln.

IX. S. 121122 und 125128: Drei Folioblätter, zweispaltig,zu 20 Zeilen, mit schwarzbrauner Dinte, in irischer Cursiv saec.IX(v. A rx). Figuren lehre und Metrik in Form eines Gesprächs zwi-schen Lehrer und Schüler; die metrischen Beispiele sind theils ausklassischen theils aus christlichen Autoren entlehnt; S. 125 der NameGregors d. Gr. Facsimile in Zürch. A. Mitth. a. a. 0. No. 9.

X. S. 123124: Quartblatt in anderer irischer Schrift, zweispal-tig, auch des IX Jh. (v. Arx); gleichfalls Uber Redefiguren.

XI XV. S. 130142 und 145199: Originalurkunden,meist st. gallische, theils des 9ten theils des 11 15ten Jh., gezeichnetmit den NNo. XIXIII, XVIIXIX, XXIXXV, XXIX und XXXI;vier davon sind abgedruckt im St. Gail. Urkundenbuch Tom. IIp. 399 401. Zwischen dieselben eingeheftet sind: No. XIV Briefe,lat. und deutsch, auf Pgm. und Pap., des 1215 Jh. und einer des9ten Jh. unter No. XV von E. B. Riheolf (von Mainz) an B. Egino(v. Konstanz) a. d. J. 810, dreitägiges Fasten wegen einer Viehseuchebetreffend (abgedr. in Arx Gesell. I. p. 174); ferner No. XX: Dedicatioeccles. in Burkheim in Brisgoia a° 1035; No. XXVI (p. 175): Lek-toren verzeichniss einer ungenannten philos. Facultät (saec. XV);No. XXVII, XXX und XXXIII Fragmente in hebräischer Schriftmit und ohne Punkte aus dem Talmud; No. XXVIII: Kirchengebet imToggenburg (saec. XV/XVI); No. XXXII: Abt Cunos Friedensvertragmit St. Gallen a° 1407 (s. Arx Gesell. II p. 135).

XVI. S. 143144: Ein beschmutztes, einseitig beschriebenes, voneinem Buchdeckel abgelöstes Folioblatt, 28% C. hoch, 22% breit, mitkleiner Rundschrift vermuthlich des XI (nicht des IX) Jh., enthaltend.Die Beichtrede, lateinisch und zwischen den Zeilen althochdeutschübersetzt; das mit der Abrcnunciatio diaboli anfangende, erweiterteapostol. Symbolum (Mob deutsch), nebst kurzem Beichtformular undkurzer Absolutionsformel am Ende (beides ebenfalls. Mos altkochd.).Am Fuss des Blattes in drei lat. Zeilen der Anfang einer Homilie amPalmsonntag. Der altdeutsche Text ist aus dieser Hs. abgedr. beiv. Arx Gesell. I p. 2049; Graff Diutisca II, 280; Massmann For-meln (Bibliotli. d. Nat Litt. VII) No. 41,8 und 23; Hattemer Denkm.