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Lehr- und Lesebuch für die Volksschule : 7. bis 9. Schuljahr (12. bis 15. Altersjahr) / von Ed. Schönenberger und B. Fritschi / Deutsche Sprache
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Eben als es zwölfe schlug.

Und da galt kein Vorbereiten;

Heller wards mit einemmaleVon dem Glanz der vollen Schale,

Die ein schöner Knabe trug.

Holde Augen sah ich blinkenUnter dichtem Blumenkränze;

In des Trankes HimmelsglanzeTrat er in den Kreis herein.

Und er hiess mich freundlich trinken ;

Und ich dacht:Es kann der KnabeMit der schönen, lichten GabeWahrlich nicht der Böse sein.

Trinke Mut des reinen Lebens!

Dann verstehst du die Belehrung,

Kommst mit ängstlicher BeschwörungKicht zurück an diesen Ort.

Grabe hier nicht mehr vergebens!

Tages Arbeit! Abends Gäste!

Saure Wochen, frohe Feste!

Sei dein künftig Zauberwort.

W. G 51 h e.

(55. Hans Euler.

Horch, Marte, draussen pocht es; geh, lass den Mann herein,Es wird ein armer Pilger, der sich verirrte, sein.

Grüss Gott, du schmucker Krieger! nimm Platz an unserm Tisch;Das Brod ist weiss und locker, der Trank ist hell und frisch.

Es ist nicht Trank, noch Speise, wonach es Kot mir tut,Doch so Ihr seid Hans Euler, so will ich Euer Blut!

Wisst Ihr, vor Monden hab ich Euch noch als Feind bedroht,Dort hatt ich einen Bruder, den Bruder schlugt Ihr tot.

Und als er rang am Boden, da schwur ich es ihm gleich,Dass ich ihn rächen wolle früh oder spät an Euch!

Und hab ich ihn erschlagen, so wars im rechten Streit,

Und kommt Ihr, ihn zu rächen wohlan! ich bin bereit!