102
Froh lächelt seine Mutter ErdeNach ihrem langen Harm;
Sie schlingt mit jubelnder GeberdeDas Söhnlein in den Arm.
In ihren Busen greift der LoseUnd zieht ihr schmeichelnd keckDas sanfte Veilthen und die BoseHervor aus dem Versteck.
Und sein geschmeidiges GesindeSchickt er zu Berg und Tal:
„Sagt, dass ich da bin, meine Winde,
Den Freunden allzumal!“
Er zieht das Herz an LiebeskettenRasch über manche Kluft,
Und schleudert seine Singraketen,
Die Lerchen, in die Luft.
N. Lena».
4. März.
Nun, da Schnee und Eis zerflossenUnd des Angers Rasen schwillt,
Hier an roten LindenschossenKnospen bersten, Blätter sprossen,
Weht der Auferstehung OdemDurch das keimende Gefild.
Veilchen an den WiesenbächenLösen ihrer Schale Band;
Primelngold bedeckt die Flächen;
Zarte Saatenspitzen stechenAus den Furchen; gelber KrokusSchiesst aus warmem Gartensand.
Alles fühlt erneutes Leben:
Die Falänen, die am StammDer gekerbten Eiche kleben,
Mücken, die im Reigen schweben,