Der Schwyzer nicht dem neuen FürstenhausWill unterwerfen, sondern treu und festBeim Reich beharren, wie die würdigenAltvordern es gehalten und getan. —
Ist’s nicht so, Werner? Sag’ es, wenn ich lüge!
Stauffacher.
So ist’s, das ist des Gesslers Groll auf mich.
Gertrud.
Er ist dir neidisch, weil du glücklich wohnst,
Ein freier' Mann auf deinem eig’nen Erb,
— Denn er hat kein’s. Vom Kaiser selbst und ReichTrägst du dies Haus zu Leh’n; du darfst es zeigen,
So gut der Reichsfürst seine Länder zeigt;
Denn über dir erkennst du keinen Herrn,
Als nur den Höchsten in der Christenheit —
Er ist ein jüng’rer Sohn nur seines Hauses,
Nichts nennt er sein als seinen Rittermantel;
D’rum sieht er jedes Biedermannes GlückMit scheelen Augen gift’ger Missgunst an.
Dir hat er längst den Untergang geschworen —
Noch stehst du unversehrt — willst du erwarten,
Bis er die böse Lust an dir gebüsst?
Der kluge Mann baut vor.
Stauffacher.
Was ist zu tun?
Gertrud (tritt näher.)
So höre meinen Rat! Du weisst, wie hierZu Schwyz sich alle Redlichen beklagenOb dieses Landvogts Geiz und Wüterei.
So zweifle nicht, dass sie dort drüben auch
In Unterwalden und im Urner Land
Des Dranges müd sind und des harten Jochs —
Denn, wie der Gessler hier, so schafft es frechDer Landenberger drüben überm See —
Es kommt kein Fischerkahn zu uns herüber,