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Lehr- und Lesebuch für die Volksschule : 7. bis 9. Schuljahr (12. bis 15. Altersjahr) / von Ed. Schönenberger und B. Fritschi / Deutsche Sprache
Entstehung
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165
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Der Schwyzer nicht dem neuen FürstenhausWill unterwerfen, sondern treu und festBeim Reich beharren, wie die würdigenAltvordern es gehalten und getan.

Ists nicht so, Werner? Sag es, wenn ich lüge!

Stauffacher.

So ists, das ist des Gesslers Groll auf mich.

Gertrud.

Er ist dir neidisch, weil du glücklich wohnst,

Ein freier' Mann auf deinem eignen Erb,

Denn er hat keins. Vom Kaiser selbst und ReichTrägst du dies Haus zu Lehn; du darfst es zeigen,

So gut der Reichsfürst seine Länder zeigt;

Denn über dir erkennst du keinen Herrn,

Als nur den Höchsten in der Christenheit

Er ist ein jüngrer Sohn nur seines Hauses,

Nichts nennt er sein als seinen Rittermantel;

Drum sieht er jedes Biedermannes GlückMit scheelen Augen giftger Missgunst an.

Dir hat er längst den Untergang geschworen

Noch stehst du unversehrt willst du erwarten,

Bis er die böse Lust an dir gebüsst?

Der kluge Mann baut vor.

Stauffacher.

Was ist zu tun?

Gertrud (tritt näher.)

So höre meinen Rat! Du weisst, wie hierZu Schwyz sich alle Redlichen beklagenOb dieses Landvogts Geiz und Wüterei.

So zweifle nicht, dass sie dort drüben auch

In Unterwalden und im Urner Land

Des Dranges müd sind und des harten Jochs

Denn, wie der Gessler hier, so schafft es frechDer Landenberger drüben überm See

Es kommt kein Fischerkahn zu uns herüber,