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Lehr- und Lesebuch für die Volksschule : 7. bis 9. Schuljahr (12. bis 15. Altersjahr) / von Ed. Schönenberger und B. Fritschi / Deutsche Sprache
Entstehung
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166
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Der nicht ein neues Unheil und Gewalt-Beginnen von den Vögten uns verkündet.

Drum tat es gut, dass euer Etliche,

Dies redlich meinen, still zu Rate gingen,

Wie man des Drucks sich möcht entledigen;

So acht ich wohl, Gott würd euch nicht verlassenUnd der gerechten Sache gnädig sein

Hast du in Uri keinen Gastfreund, sprich,

Dem du dein Herz magst redlich offenbaren?

Stauffacher.

Der wackern Männer kenn ich viele dortUnd angesehen grosse Herrenleute,

Die mir geheim sind und gar wohl vertraut.

(Er steht auf.)

Frau, welchen Sturm gefährlicher GedankenWeckst du mir in der stillen Brust! Mein InnerstesKehrst du ans Licht des Tages mir entgegen,

Und was ich mir zu denken still verbot,

Du sprichsts mit leichter Zunge kecklich aus!

Hast du auch wohl bedacht, was du mir rätst?Die wilde Zwietracht und den Klang der WaffenRufst du in dieses friedgewohnte Tal

Wir wagten es, ein schwaches Volk der Hirten,

In Kampf zu gehen mit dem Herrn der Welt?

Der gute Schein nur ists, worauf sie warten,

Um loszulassen auf dies arme LandDie wilden Horden ihrer Kriegesmacht,

Darin zu schalten mit des Siegers Rechten,

Und unterm Schein gerechter ZüchtigungDie alten Freiheitsbriefe zu vertilgen.

Gertrud.

Ihr seid auch Männer, wisset eure AxtZu führen, und dem Mutigen hilft Gott!

Stauffacher.

0 Weib! Ein furchtbar wütend Schrecknis istDer Krieg; die Herde schlägt er und den Hirten.