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Lehr- und Lesebuch für die Volksschule : 7. bis 9. Schuljahr (12. bis 15. Altersjahr) / von Ed. Schönenberger und B. Fritschi / Deutsche Sprache
Entstehung
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185
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S t a u f f'a c 1) e r.

Ihr nennt mir keinen unbekannten Namen.

Ein Winkelried vvars, der den Drachen schlugIm Sumpf bei W T eiler und sein Leben liessIn diesem Strauss.

W i n k e 1 r i e d.

Das war mein Ahn, Herr Werner.

M e 1 C h t h a I (zeigt auf zwei Landleute).

Die wohnen hinterm Wald, sind Klosterleute

Vom Engelberg ihr werdet sie drum nicht

Verachten, weil sie eigne Leute sind

Und nicht, wie wir, frei sitzen auf dem Erbe

Sie liebens Land, sind sonst auch wohl berufen.

S t a U f f a c 1) e r (zu den beiden).

Gebt mir die Hand. Es preise sich, wer keinemMit seinem Leibe pflichtig ist auf Erden;

Doch Redlichkeit gedeiht in jedem Stande.

Konrad H u n n.

Das ist Herr Reding, unser alt Landammann.

Meie r.

Ich kenn ihn wohl. Er ist mein Widerpart,

Der um ein altes Erbstück mit mir rechtet.

Herr Reding, wir sind Feinde vor Gericht;

Hier sind wir einig.

(Schüttelt ihm die Hand.)

Stauffacher.

Das ist brav gesprochen.

W i n k e I r i e d.

Hört ihr? Sie kommen. Hört, das Horn von Uri!

Rechts und links sieht man bewaffnete Männer mit Windlichtern die Felsenherabsteigen.

Auf der Mauer.

Seht! Steigt nicht selbst der fromme Diener Gottes,Der würdge Pfarrer, mit herab ? Nicht scheut er