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Des Weges Mühen urul das Grau’n der Nacht,
Ein treuer Hirte für das Volk zu sorgen.
B aumgarten.
Der Sigrist folgt ihm und Herr Walther Fürst;
Doch nicht den Teil erblick’ ich in der Menge.
“Walther Fürst, Rösselmann, der Pfarrer, Petermann, der Siegrist,Kuoni, der Hirt, Werni, der Jäger, Ruodi, der Fischer, und noch fünfandere Landleute. Alle zusammen, drei und dreissig an der Zahl, tretenvorwärts und stellen sich um das Feuer.
Walther Fiirst.
So müssen wir auf unserm eig’nen Erb’
Und väterlichen Boden uns verstohlenZusammen schleichen, wie die Mörder tun,
Und bei der Nacht, die ihren schwarzen MantelNur dem Verbrechen und der sonnenscheuenVerschwörung leihet, unser gutes RechtUns holen, das doch lauter ist und klar,
Gleichwie der glanzvoll offne Schoss des Tages.
M e 1 c h t h a I.
Lasst’s gut sein. Was die dunkle Nacht gesponnen,Soll frei und fröhlich an das Licht der Sonnen.Rösselmann.
Hört, was mir Gott ins Herz gibt, Eidgenossen!
Wis stehen hier statt einer LandsgemeindeUnd können gelten für ein ganzes Volk.
So lasst uns tagen nacL den alten BräuchenDes Lands, wie wir’s in ruhigen Zeiten pflegen;
Was ungesetzlich ist in der Versammlung,Entschuldige die Not der Zeit. Doch GottIst überall, wo man das Recht verwaltet,
Und unter seinem Himmel stehen wir.
Stauffacher.
Wohl, lasst uns tagen nach der alten Sitte;
Ist es gleich Nacht, so leuchtet unser Recht.
M e 1 ch th al.
Ist gleich die Zahl nicht voll, das Herz ist hierDes ganzen Volks, die Besten sind zugegen.