Buch 
Lehr- und Lesebuch für die Volksschule : 7. bis 9. Schuljahr (12. bis 15. Altersjahr) / von Ed. Schönenberger und B. Fritschi / Deutsche Sprache
Entstehung
Seite
226
JPEG-Download
 

226

Fischer.

Doch wohin sag ich ihr, dass ihr geflohn?

Teil.

Ihr werdet meinen Schwäher bei ihr findenUnd andre, die im Rütli mitgeschworen .Sie sollen wacker sein und guten Muts,

Der Teil sei frei und seines Armes mächtig;Bald werden sie ein Weitres von mir hören.

Fischer.

Was habt ihr im Gemüt? Entdeckt mirs frei.

Teil.

Ist es getan, wirds auch zur Rede kommen.

(Geht ab).

Fischer.

Zeig ihm den Weg, .Tenni Gott steh ihm bei!

Er führts zum Ziel, was er auch unternommen.

(Geht ab).

Dritte Szene.

Die hohle Gasse bei Küsnacht.

Mau steigt von hinten zwischen Felsen herunter, und die Wanderer werden, ehe sie auf derSzene erscheinen, schon von der Höhe gesehen. Felsen umschliessen die ganze Szene aufeinem der vordersten ist ein Vorsprung mit Gesträuch bewachsen.

Teil

(tritt auf mit der Armbrust).

Durch diese hohle Gasse muss er kommen;

Es führt kein andrer Weg nach Küsnacht HierVollend ichs die Gelegenheit ist günstig.

Dort der Hollunderstrauch verbirgt mich ihm,

Von dort herab kann ihn mein Pfeil erlangen;

Des Weges Enge wehret den Verfolgern.

Mach deine Rechnung mit dem Himmel, Vogt,

Fort musst du, deine Uhr ist abgelaufen.

Ich lebte still und harmlos das Geschoss War auf des Waldes Tiere nur gerichtet,

Meine Gedanken waren rein von Mord