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Lesebuch für das achte Schuljahr der Volksschule des Kantons St. Gallen / hrsg. vom Erziehungsrate
Entstehung
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Gesangbuch heraus und kam wieder zu seinem Kameraden. Dannschlugen sie das Gesangbuch auf und huben an mit lauter Stimmezu singen:Wer nur den lieben Gott läßt walten und hoffet aufihn allezeit." Es waren auch Auswanderer aus Deutschlandmit auf dem Schiffe. Wie die das deutsche Kirchenlied hörtenmitten aus dem Meere, geht ihnen das Herz auf, und sie kommenherzu und stellen sich im Kreise um unsere beiden Bauersleute,entblößen ihr Haupt und singen mit:

Wer nur den lieben Gott läßt walten und hoffet auf ihn allezeit,Den wird er wunderbar erhalten in aller Not und Traurigkeit."

Und der Gesang kam immer kräftiger aus Herzensgrundund schallte weithin in die See hinaus, und das Meer rauschtedarein, wie eine Orgel. Da schwebte der Geist Gottes auf denWassern. Die beiden Bauersleute aber und alle anderen, diedabei waren, hatten sich das Trauern aus der Seele herausgesun-gcn, und es war ihnen selig zu Mute, als wären sie daheim imteuren Vaterlande.

Schlafwandel. Gottfried Keller.

Im afrikanischen Felsentalmarschiert ein Bataillon,sich selber fremd, eine braune Scharder Fremdenlegion.

Lang ist ihr wildes Lied verhallt

in Sprachen mancherlei;

stumm glüht der römische Schutt am Weg,

schlafend ziehn sie vorbei.

Anter der Trommel vorgebeugtder schlafende Tambour geht;es nickt der Kommandant zu Aoß,von wehender Glut umweht;es schläft die Truppe, Haupt für Haupt,unter der Sonne gesenkt,von der Gewohnheit Eisenfaustin Schritt und Tritt gelenkt.

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