Unmässiger Alkoholgenuss führt zu schwerer Erkran-kung der lebenswichtigen Leber, zu Leberverhär-tung. Der Gallenabfluss wird erschwert; die Galle trittins Blut und in die Gewebe. Gelbsucht ist die Folge.Hüte dich aber, jeden Gelbsüchtigen als Alkoholiker zuverdächtigen, denn auch Darmkatarrh kann gleiche Folgenbewirken.
Aus dem Zwölffingerdarm gelangt der Speisebrei inden Dünndarm. In seiner Darmwand finden sich sehrviele feine Drüsen, die Darmsaft absondern, der die Ver-dauung zu Ende führt. Hier erhalten die Nahrungssäfteihre letzte Umbildung in aufnehmbare Körpersäfte. Un-zählige, etwa V* mm lange Vorstülpungen ragen aus derDarmwand des Dünndarms in den langsam vorwärts-schleichenden Darminhalt. Das sind die Darmzotten. Essind feine Saugäderchen, die nun die Körpersäfte alsweisses Blut aufsaugen und durch benachbarte Gefässein den grossen Blutstrom leiten.
4. Aus dem Dünndarm gelangen die unverdaulichenBestandteile des Speisebreies in denDickdarm. Da, woder Dünndarm in den Dickdarm einmündet, findet sicheine muskulöse Klappe, die wie der Magenpförtner arbeitetund den Speisebrei so lange zurückhält, bis der Dickdarmzur Aufnahme bereit ist. öffnet sich diese Klappe, soergiesst sich der Darminhalt zuerst in einen sackartigenTeil. Das ist der übelbekannte Blinddarm mit einem finger-förmigen Ansatz, dem Wurmfortsatz, rechts in derBauchhöhle, etwa handbreit über der Schenkelbeuge. Derempfindliche Teil ist nun nicht der Blinddarm, sondernder Wurmfortsatz, dessen Drüsengewebe leicht erkranktund eitert, wie etwa die Mandeln im Halse. Durch recht-zeitigen operativen Eingriff des Arztes wird der Wurm-fortsatz entfernt, bevor die Vereiterung eintritt und einenachfolgende, sehr schmerzhafte Bauchfellentzündung zumsichern Tode führt. Im Dickdarm wird der Inhalt stark ein-
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