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Lesebuch für die deutschen Primarschulen des Kantons Graubünden : 7. Schuljahr / hrsg. vom Kleinen Rat
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Graben überschritten war, zogen dae unvergleichlichen Helden mitgemessenem Schritte, mit Tod verachtendem Blicke weiter. Nie-mand beunruhigte sie mehr. Der Feind sah ihnen voll Erstaunenund Bewunderung nach und wagte nicht, sie zu verfolgen oderauch nur im geringsten zu belästigen.

3. Ein furchtbarer Kampf war vorüber. 12 000 Erschla-gene, die Mehrzahl Eidgenossen, deckten das Schlachtfeld. Nochspät galt die Schlacht vor Marignano als die blutigste undschrecklichste, die seit vielen Jahren in Italien geschlagen wordenwar. Der feindliche Feldherr Trivulzio behauptete:AchtzehnSchlachten habe ich beigewohnt; aber gegen diese Riesenschlachtsind alle andern Kinderspiele gewesen!"

Die Eidgenossen ließen in Mailand eine Schloßbesatzungzurück und zogen heim. Eine furchtbare Entrüstung bemächtigtesich des Schweizervolkes. Die Tagsatzung beschloß die Fort-setzung des Krieges. Allein Franz I. suchte, die Schweizer zuversöhnen, indem er ihnen reiche Geldspenden versprach; denner fühlte sich in Mailand nicht sicher, solange sie seine Feindewaren. Im Jahre 1516 schlössen die Eidgenossen einen ewigenFrieden mit ihm. König Franz I. verpflichtete sich, ihnen18 900 000 Franken und überdies jedem Orte ein Jahrgeld von2000 Franken zu entrichten. Mailand fiel den Franzosen zu.

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Eroberungen der Bünöner und der Eid-genossen.

6. Die Erwerbung der Herrschaft Maienfeld durch die Bündner

(1509).

1. In den Kämpfen, die die Eidgenossen und die Bündnerzu führen hatten, erstritten sie sich nicht nur die Freiheit, sondern