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Lesebuch für die deutschen Primarschulen des Kantons Graubünden : 7. Schuljahr / hrsg. vom Kleinen Rat
Entstehung
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Geschichte.

Rückblick aus dieEntstehung der VHIörtigenund der XIllartigen Eidgenossenschaft.

1. Die alte Eidgenossenschaft entwickelte sich in zwei Zeit-räumen, die mehr als 100 Zahre auseinander liegen. Von1291 bis 1353 entstand der Bund der acht alten Orte, und erstin der Zeit von 1481 bis 1513 kamen fünf weitere Orte hinzu.

Den Grund zur Eidgenossenschaft legten Uri, Schwiz undUnterwalden. Der größte Teil dieser Länder gehörte frühergeistlichen Stiften, ein kleinerer Teil weltlichen Herren. Nebenden Leibeigenen gab es aber in allen drei Ländern auch Freie.Diese standen unter der Gerichtsbarkeit der Grasen des Zürich-gaus. Zm Zahre 1231 jedoch wußten die Urner und im Jahre1240 die Schwizer einen Freiheitsbrief zu erlangen. Sie hattendeshalb keinen andern Oberherrn mehr als den Kaiser. DenFreiheitsbries der Schwizer aber anerkannte König Rudolf vonHabsburg nicht. Zudem erwarb er während seiner Regierung inden Waldstätten viele Güter. Die Waldstätte befürchteten des-halb, mit der Zeit ganz unter die Herrschaft der Österreicher zukommen und die Reichsfreiheit zu verlieren. Daher schlössen sieim Zahre 1291 einen Bund, um die bedrohte Freiheit besserschützen zu können.

Dem Bunde der drei Waldstätte trat 1332 die StadtLuzern bei. Sie war im Zahre 1291 in den Besitz der Öster-reicher gelangt. Die Luzerner haßten diese Oberherren aber und