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• Der böse Friede. Trotz der furchtbaren Niederlagemachten die Österreicher nicht Frieden. Auch die Eid-genossen hatten kein Verlangen darnach. Sie zogen imGegenteil erst recht auf Eroberungen aus und nahmen denÖsterreichern noch viele Burgen, Städtchen und Dörferweg. Die Glarner rückten vor das österreichische Städt-chen Weesen, das ihnen seit ihrer Verbindung mit denEidgenossen gerade so im Wege lag, wie seinerzeit dieStadt Zug den Schwyzern. Sie belagerten das Städtchenund setzten ihm so hart zu, dass es sich schon am zweitenTage ergab. Sie legten vierzig Mann Besatzung hineinund liessen sich von den Bewohnern Treue schwören.Endlich kam es zu einem Waffenstillstand, aber nur aufzwei Jahre. Auf beiden Seiten rüstete man sich auf dieFortsetzung des Krieges. Dieser Waffenstillstand hiessdarum im Volk „der böse Friede“.
Der Näfelser Krieg.
Die Mordnacht in Weesen. Kaum war der Waffen-stillstand abgelaufen, so ging der Krieg wieder los. DenAnfang machten die Bürger von Weesen. Die herzoglicheRegierung hätte das Städtchen gern wieder in ihre Gewaltbekommen und machte deshalb den Weesenern schöneVersprechungen für den Fall, dass sie wieder österreichischwürden. Ein Teil der Bürgerschaft ging darauf ein undverabredete mit dem österreichischen Landvogt des Gaster-landes, die eidgenössische Besatzung zu überrumpeln.
In einer Februarnacht des Jahres 1388 kam der Vogtmit Kriegsvolk vor das Städtchen gezogen. Auf ein ge-gebenes Zeichen machten die Verschworenen die Tor-wächter nieder und öffneten die Tore. So gelangten dieösterreichischen Kriegsknechte ungehindert in das Städt-chen. Dann drangen sie in die Häuser, wo Eidgenossenwaren und überfielen diese in ihren Betten. Fast alle