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dazu kamen noch Mannschaften aus dem Thurgau, demVorarlberg und aus den Städten Rapperswil und Winterthur.
Den Glarnern wurde es bange; sie konnten den vielentausend Mann nur achthundert entgegenstellen. Sie sandtendarum Boten zu den Eidgenossen und baten um Hilfe.Die Eidgenossen aus den Waldstätten zogen auch sofortaus, um den Glarnern zu helfen. Aber unterwegs wurdensie andern Sinnes. Sie meinten, die Gefahr für die Glar-ner sei nicht so gross, und die Österreicher könnten ihren
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Glarner Boten vor den österreichischen Räten.
Angriffsplan ändern. Sie kehrten heim und liessen dieGlarner im Stich.
In dieser Not suchten sich die Glarner mit dem Her-zog zu vergleichen. Sie sandten Boten zu der österreichi-schen Regierung und fragten an, um welchen Preis derHerzog mit ihnen Frieden machen würde. Aber die öster-reichischen Räte stellten ihnen gar harte Bedingungen.Die Glarner sollten unter die österreichische Herrschaftzurückkehren, auf ihre bisherigen Rechte und Freiheitenverzichten und dem Bündnis mit den Eidgenossen fürewige Zeiten entsagen. Darauf wollten die Glarner nicht