Vorwort
zur ersten. -A.nfla,gre.
Das vorliegende Lehrbuch versucht, die Schweizergeschichteim Zusammenhang mit der Weltgeschichte darzustellen.Die Forderung einer solchen Verbindung ist vom historischenwie vom pädagogischen Standpunkte aus berechtigt. Denn dieSchweizergeschichte ist nur eine Blüte am Baum der Welt-geschichte. Dass wir diese Blüte einlässlicher betrachten, alseine andere, ist natürlich; doch warum sollen wir sie vomBaume brechen ?
Eine solche Verbindung führt von selbst zu einer Reduktiondes Stoffes, und damit wird eine weitere berechtigte Forderungerfüllt. Der Verfasser war bemüht, aus der Fülle der geschicht-lichen Erscheinungen diejenigen herauszugreifen, die nach seinerAnsicht für die Schüler wissenswert und bildend sein können,wobei er die neuere Geschichte, die Kulturgeschichteund das Biographische besonders betonte.
Die Art der Darstellung war mit dem Zwecke des Buchesgegeben: einfache, leicht verständliche Monographien, be-ziehungsweise Biographien, die trotz ihrer Kürze alle wesentlichenZüge enthalten, und unter sich in ursächlichem Zusammenhängestehen sollen. Der Lehrer wird aber diese Bilder durch seinenVortrag zu beleben und nach Gutfinden zu ergänzen suchen.Denn immer wird im Geschichtsunterricht das lebendige Wortim Mittelpunkte stehen. Da jedes Kapitel übersichtlichgegliedert ist, und die Sprache sich möglichster Einfachheitund Ruhe befleisst, so sollte nach der mündlichen Behandlungdurch den Lehrer der Schüler beim Lesen in der Schule nur seltenauf Schwierigkeiten stossen und im stände sein, das Gelesenemöglichst selbständig zu wiederholen. Der Geschichtsunterrichtist ja ganz besonders dazu angetan, die Schüler zu freier undzusammenhängender, mündlicher oder schriftlicher Reproduktionanzuleiten.