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3. Durch den Freiheitskampf der Spanier ermutigt,wagte Österreich 1809 den Krieg. Die Tiroler erhoben sichunter Männern wie Andreas Hofer, Speckbacher u. a.gegen die bayerische Herrschaft. Ein österreichisches Heer unterdem Erzherzog Karl fiel in Bayern ein. Aber Napoleondrängte ihn in mehreren siegreichen Gefechten südlich vonRegensburg zurück und besetzte Wien, erlitt dann aber inder zweitägigen Schlacht bei Aspern vom Erzherzog Karldie erste Niederlage. Doch nutzte dieser den Sieg nicht aus.Nachdem Napoleon Verstärkungen herangezogen hatte, be-siegte er Karl entscheidend bei Wagram. Österreich schloßden Frieden zu Wien; es mußte größere Landesteile ab-treten und sich der Festlandsperre anschließen.
4. Jetzt erlagen auch die kaisertreuen Tiroler nachmutiger Gegenwehr. Andreas Hofer wurde von einemLandsmanne verraten, gefangen genommen und auf NapoleonsBefehl 1810 in Mantua erschossen. Auch das Unternehmendes preußischen Majors Ferdinand von Schill scheiterte. Erwar 1808 von Berlin aus bis über die Elbe vorgedrungen, mußtesich dann aber nach Stralsund zurückziehen und fiel hier imStraßenkampfe. Elf seiner Offiziere wurden zu Wesel als„Räuber" erschossen. — Ebensowenig Erfolg hatte HerzogFriedrich Wilhelm von Braunschweig, der Sohn desbei Auerstädt tödlich verwundeten Herzogs. Nach anfänglichenErfolgen schlug er sich in einem kühnen Zuge mit seiner„Schar der Schwarzen" glücklich nach der Wesermündung durchund entkam nach England.
5. Um seine Herrschaft auch durch einen Thronerben zusichern, löste Napoleon seine kinderlose Ehe mit Josephineund vermählte sich 1810 mit Marie Luise, der Tochter desKaisers Franz I. Sie schenkte ihm einen Sohn, dem Napoleonden Titel eines „Königs von Rom" beilegte.
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Napoleon auf der Höhe seiner Macht. Sein Zug nach Rußland.
1. Seit dem Siege über Österreich stand Napoleonauf der Höhe seiner Macht. Kein anderer Staat außer Eng-land und Rußland konnte es noch wagen, seinem Willenentgegenzuhandeln. Um Englands Handel zu schaden, mußtedie Festlandsperre auf das strengste durchgeführt werden.Alle Küsten und Häfen des Festlandes wurden den Engländernverschlossen. Der Verkauf englischer Waren wurde auf demFestlande verboten. Wo letztere sich vorfanden, sollten sieverbrannt werden.