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XXX. Die englische Revolution. Ceomwell. 1010—1660.
Spruch verhaftet, verbannt, überhaupt bestraft werden; er darf nur nach den Gesetzenseines Landes und von seinen Standesgcnossen beurteilt werden. 3. Kaufleute sollenzu Wasser und zu Land frei herumreisen können und sicheres Maß und Gewichtgeben. — Das Parlament (Rcichsvcrsammlungs trennte sich schon früh in dasOberhaus, dem der hohe Adel und die hohe Geistlichkeit angehören, und in das Unter-haus, worin der niedere Adel, Freibauern und Stüdteabgcordnetc sitzen.
1. Ursachen dev englischen Uenalntiorr. —
ii) Der ruhmreichen Elisabeth folgte auf dem englischen KönigsthronJakob I., der Sohn der unglücklichen Maria Stnart und diesem seinSohn Karl I. Beide strebten nach unumschränkter Herrschaft; sie em-pfanden deshalb die Magna Charta als Fessel; auch war das Parlamentihnen lästig. Sie erhoben außerordentliche Steuern, ohne darüber dasParlament zu befragen. Sie verletzten also dadurch den großen Freiheits-brief. — I») Ganz besonders that dies, Karl I. Als das Parlamentsich gegen seine Willkür erhob und die Gelder nicht bewilligen wollte,lösteser es auf. Allein das englische Volk ließ sich dadurch nicht einschüchternund sandte dergleichen oder gar noch stärkere Gegner des Königs insParlament. Der König schickte es wieder heim. Auch das dritte war ihmnicht günstiger." Da ließ er einige mutige Gegner verhaften und ihrenFührer im Kerker elendiglich umkommen. Elf Jahre lang regierte erdann ganz ohne Parlament und erhob willkürlich Steuern. Auchsetzte er Ausnahmegerichte ein; mancher wurde nicht nach Gesetz beurteilt.Die protestantischen Glaubensgenossen in Deutschland unterstützte er nicht,wie es das englische Volk wünschte; hingegen verfolgte er die strenggläubigen Puritaner in seinem eigenen Reiche mit furchtbarer Härte. —e) Endlich wollte er die bischöfliche Hochkirche auch in dem streng refor-mierten Schottland einführen. Als nun in Edinburg zum erstenmal derGottesdienst nach bischöflicher Weise gefeiert werden sollte, entstand in derKirche ein schrecklicher Tumult. Sobald der Bischof die Kanzel bestieg,ward er Fuchs und Bauchgott gescholten; ein Stuhl flog ihm an denKopf. Er mußte schleunigst heruntersteigen und konnte mit knapper Rotdurch ein Seitenthürchen entweichen, wurde aber auf dem Heimwege voneinem Haufen wütender Weiber in den Kot geworfen
2. Karl I. — ri> Die Vertreibung seines treuen Dieners dursteder König nicht ungeahndet hinnehmen. Zum Kriege aber brauchte ersehr viel Geld. Er berief endlich wieder ein Parlament; statt Geldzu bewilligen, führte es Klage. Er löste es auf und steckte die Führerdesselben ins Gefängnis. Da drangen die Schotten, die sich vom eng-lischen Volk unterstützt sahen, in sein Reich ein. Zum fünftenmal sahsich der König genötigt, ein neues Parlament zu berufen. Dieses dauerte,allerdings mit einigen Unterbrechungen, 20 Jahre, von 1640—1660.Mit Recht heißt es deshalb das lange Parlament. — d) Mit großerEntschiedenheit trat es dem König entgegen; seiner Willkürherrschast solltenun einmal ein Ende gemacht werden; denn so verlangte es das Volk.